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Darf Intel sich warm anziehen? - Benchmark-Leak des neuen AMD Ryzen

Von Christian Kahle am 23.05.2019 16:10 Uhr
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In einigen Tagen wird der Chiphersteller AMD einige weitere Details zu seiner nächsten Prozessor-Generation veröffentlichen. Und das dürfte für die Nutzer ziemlich spannend werden und bei Intel für einiges Kopfkratzen sorgen. Zumindest wenn sich ein jetzt bekannt gewordener Benchmark-Wert als zutreffend herausstellt.

Ryzen-Benchmark mit Top-Ergebnis?

Der Betreiber des YouTube-Kanals AdoredTV will die Daten zum kommenden Flaggschiff der 3. Generation der Ryzen-Serie, die auf der Zen 2-Architektur basiert, zu Gesicht bekommen haben. Der Prozessor soll es dabei mit seinen 16 Kernen, die mit einer Taktrate von bis zu 4,2 Gigahertz betrieben werden, auf 4278 Punkte in einem Cinebench-Test gebracht haben.

Für eine Desktop-CPU wäre das ein ziemlich stolzes Ergebnis, wie ein Vergleich durch das Forbes-Magazin zeigt. In einem besseren oder ähnlichen Bereich bewegten sich bisher nur die Threadripper WX-Chips, die ebenfalls von AMD angeboten werden und mit 24 oder 32 Kernen zu haben sind. Der eigentlich als ziemlich mächtige Desktop-CPU angesehene Core i9-9980XE von Intel konnte hier mit seinen 18 Kernen nicht beziehungsweise nur übertaktet mithalten.

Bestätigung steht aus

Die Werte sind natürlich mit Vorsicht zu genießen und müssen erst noch überprüft werden, wenn der neue Ryzen dann auch tatsächlich zu bekommen ist. Allerdings würde das Ganze dann doch in die Gerüchte passen, die sich rund um die kommende Produktlinie AMDs ranken. In dieser spielen beispielsweise die Threadripper-Chips längst nicht mehr die große Rolle, die man ihnen bisher zumaß. Immerhin sollten sie Stärke demonstrieren, was kaum mehr nötig ist, wenn AMD sich auch mit den normalen CPUs so klar an die Spitze setzen kann.

Auf der anderen Seite sollte man aber eben auch nicht zu früh in Begeisterung ausbrechen, da der Performance-Sprung dann doch ziemlich groß wäre. Im Vergleich zum letzten 16-Kern-Chip, dem Threadripper 2950X, entspräche das immerhin einer Leistungssteigerung um rund 30 Prozent. Die bisher bestätigten Zen 2-Benchmarks kamen allerdings eher auf Zuwächse von um die 14 Prozent.
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