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ZenFone 6: Asus bringt 'Flaggschiff-Killer' - Alleskönner für wenig Geld

Von Roland Quandt am 16.05.2019 21:28 Uhr
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Der taiwanische Hersteller Asus hat mit dem ZenFone 6 soeben ein im heutigen Smartphone-Markt höchst ungewöhnlich gestaltetes neues Flaggschiff-Modell präsentiert. Wie erwartet bringt das Gerät ein fast vollflächiges Display mit, hebt sich aber mit einem um 180 Grad klappbaren Kameramodul von der Konkurrenz ab.

Das Asus ZenFone 6 bietet auf den ersten Blick die aktuell übliche High-End-Ausstattung. So steckt unter der Haube der neue Qualcomm Snapdragon 855 Octacore-SoC, welcher mit seinen acht bis zu 2,84 Gigahertz schnellen Rechenkernen für reichlich Power sorgen soll. Er wird mit bis zu acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einem maximal 256 GB großen internen Flash-Speicher auf UFS-2.1-Basis kombiniert, den der Nutzer bequem per MicroSD-Karte erweitern kann.

ASUS ZenFone 6

Das Gerät verfügt über ein 6,4 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 2340x1080 Pixeln, das somit im 19,5:9-Format gehalten ist und bis zu 600 Candela erreichen soll. Das Panel wird von eine Abdeckung aus Gorilla Glass 6 gegen Schläge oder Kratzer geschützt. Es kommt fast vollständig randlos daher, denn Asus verzichtet auf einen Ausschnitt oder gar ein Loch für die Frontkamera. Stattdessen verbauen die Taiwaner ein per Stepper-Motor angetriebenes Kameramodul mit zwei Sensoren, das für Selbstporträts um 180 Grad extrem schnell nach oben klappen kann.

ASUS ZenFone 6

In dem aus "Liquid Metal" gefertigten Gehäuse des Klappmoduls sitzt ein Sony IMX586-Sensor, der mit ganzen 48 Megapixeln auflöst und per Pixel-Binning für verbesserte fertige Bilder mit 12 Megapixeln sorgen soll. Die Hauptkamera hat außerdem eine F/1.79-Blende und nutzt Laser-Autofokus und Phase Detection-Autofokus gleichermaßen. Zusätzlich ist auch noch ein 13-Megapixel-Kamerasensor mit Ultraweitwinkel-Optik verbaut, der ein 125 Grad breites Sichtfeld hat.

ASUS ZenFone 6


ASUS ZenFone 6

Man nutzt den extrem hochauflösenden Sensor auch, um allerhand weitere Fotooptionen umzusetzen. Statt einen zusätzlichen Makro-Sensor oder eine Telelinse zu verbauen, versucht Asus die hohe Auflösung für Zoom- und Makroaufnahmen zu verwenden. Das Gleiche gilt auch für die Ultraweitwinkelkamera, die zusammen mit diversen Software-Kniffen helfen soll, den fehlenden Optischen Bildstabilisator zu ersetzen und bei Nacht bessere Fotos zu liefern.

Die Klappkamera wird zum echten Multitalent

Bei Selbstporträts soll das klappbare Kameramodul auch von Vorteil sein, weil man sämtliche Möglichkeiten der leistungsfähigen Sensoren auch dafür nutzen kann - inklusive Pro-Modus, 4K-Video mit bis zu 60 FPS und elektronischer Bildstabilisierung. Obendrein bietet Asus auch noch einen Modus an, bei dem die Kamera nur 90 Grad weit ausklappt, um so komfortable Aufnahmen zu ermöglichen. Zusätzlich kann der Nutzer grundsätzlich auch selbst entscheiden, wie weit die Kamera hervorklappen soll. Die soll auch bei Panorama-Bildern zu bisher unerreichten Ergebnissen führen können.

ASUS ZenFone 6

Gefunkt wird mittels ac-WLAN im Dual-Band-Betrieb, per Bluetooth 5.0 und NFC sowie natürlich auch per LTE. Zur weiteren Ausstattung gehören ein Kopfhöreranschluss, zwei Stereolautsprecher und gleich drei Steckplätze für zwei NanoSIM- und ein Speicherkarten-Slot. Der riesige 5000mAh-Akku wird per Quick Charge 4.0 mit bis zu 18 Watt per USB-C-Port vollgepumpt, Asus verbaut leider kein Wireless Charging, so dass das Telefon nicht drahtlos mit Energie versorgt werden kann.

In Sachen Software setzt Asus auf ein fast unverändertes Android 9.0 "Pie", das man mit einigen eigenen Apps und Funktionen anreichert. Die sogenannte ZenUI 6 soll so die Vorteile von Stock-Android und Asus' eigenen Anpassungen verbinden. Man wirbt unter anderem mit extrem schnell ladenden Standard-Funktionen wie etwa dem Keyboard und dem Dialer.

Das Asus ZenFone 6 wird vor allem mit einem günstigen Preis gegenüber der Konkurrenz punkten: so kostet die Basisversion mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 GB internem Flash-Speicher nur 499 Euro laut der offiziellen Preisempfehlung. Für das Modell mit auf 128 GB verdoppeltem Festspeicher werden 559 Euro angesetzt, während das Topmodell mit acht GB RAM und 256 GB Flash-Speicher für nur 599 Euro erhältlich sein soll. Der Kauf soll ab heute möglich sein, wobei die Auslieferung ab dem 25. Mai 2019 anläuft.

Smartphone mit Klappkamera: Asus stellt das ZenFone 6 vor
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