Take-Two: Lootbox-Verbot juckt uns nicht, da es eh kaum Geld bringt

Von Witold Pryjda am 15.05.2019 16:54 Uhr
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So genannte Lootboxen sind Pakete mit Spielgegenständen, die man entweder als Belohnung bekommt oder auch kaufen kann. Eines haben sie aber gemeinsam: Man weiß nie, was in diesen modernen "Wundertüten" steckt. Das halten viele für eine Art Glücksspiel, die man für Minderjährige oder gleich ganz verbieten sollte.

Bei Take-Two, dem Mutterkonzern von u. a. Rockstar Games sieht man die Sache eher gelassen. Denn CEO Strauss Zelnick hat bei der Telefonkonferenz im Anschluss an die Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen gemeint, dass Lootboxen in den Finanzen praktisch keine Rolle spielen.

"Nur um es in einen Kontext zu bringen, diese Mechanik war im vergangenen Geschäftsjahr für weniger als drei Prozent unserer Nettoeinnahmen verantwortlich, entsprechend ist sie für uns auch nicht wichtig", so Zelnick. Zuvor wurde der Take-Two-Chef auf eine Initiative des US-Senators Josh Hawley angesprochen, dieser will "Pay-to-win-Praktiken" und Lootboxen einen gesetzlichen Riegel vorschieben, vor allem wenn sich die Spiele an Minderjährige richten.

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"Prinzipiell spricht nichts dagegen"

Grundsätzlich sei das aber eine "vollkommen vernünftige Mechanik", die man auch schon in der Vergangenheit eingesetzt hat. Zuletzt habe es dazu zwar "einige Aufregung gegeben, insbesondere international", man halte Lootboxen aber grundsätzlich für nichts Schlimmes. Sollte das aber eingeschränkt werden, dann wird man damit auch leben können.

Die von Zelnick angesprochene "internationale" Aufregung meint wohl Länder wie Belgien und die Niederlande, dort wurden zufällig generierte Lootboxen bereits im Vorjahr untersagt. In Südkorea stehen diese demnächst auch auf dem Prüfstand, laut PC Gamer soll eine Untersuchung "unfaire" Erwerbspraktiken in Spielen beleuchten.

Siehe auch: Spiele als Service: EA und Co. wachsen dank Lootboxen etc. wie blöde
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