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Netflix mit Werbung: Die meisten Deutschen können sich das vorstellen

Von Witold Pryjda am 14.05.2019 14:25 Uhr
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Vor gut einer Woche haben wir berichtet, dass einige Experten der Ansicht sind, dass eine werbefinanzierte Netflix-Version unvermeidlich sei. Die dazugehörigen Aussagen fielen allerdings auf einer Konferenz, die von einem Interessensverband der Onlinewerbebranche veranstaltet wurde.

Video-on-Demand-Markt 2019

Nun folgt eine Studie dazu, die mit den zuvor erwähnten Expertenaussagen allerdings nicht direkt etwas zu tun hat. Denn bei der aktuellen repräsentativen Studie von Splendid Research wurden mehr als 1200 Deutsche über diverse Themen zur Nutzung von Streaming-Diensten bzw. Video-On-Demand (VoD) befragt.

Dabei stehen die Aussagen der Studie im klaren Gegensatz zu den Kommentaren, die es bei uns zu lesen gab. Denn bei den meisten WinFuture-Lesern war das Fazit eindeutig: Netflix und Werbung sind ein No-Go. Vor allem jene, die bereits Abonnenten sind, würden Spots nicht akzeptieren. Bei den Überlegungen geht es allerdings eher um Kunden, die Netflix stattdessen oder als Neuabonnenten mit Werbung nutzen würden.

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Gratis-Netflix mit Werbung vorstellbar

Und das sind einige, denn laut Splendid Research können sich 75 Prozent vorstellen, ein "Gratis-Netflix zu verwenden, wenn das Programm Werbung beinhaltet". Im Umkehrschluss wären eher wenige bereit, für YouTube zu bezahlen, um Werbung zu vermeiden, nämlich zwölf Prozent. Ob man die Inhalte und das Geschäftsmodell von Netflix und YouTube vergleichen kann, sei an dieser Stelle mal dahingestellt.

Es ist auch fraglich, ob man die erfassten Plattformen überhaupt in einen Topf werfen kann, wie es Splendid Research gemacht hat. Jedenfalls hat die Befragung ergeben, dass YouTube mit 49 Prozent der meistgenutzte VoD-Dienst ist, dahinter folgen Prime Video (44 Prozent) und Netflix (41 Prozent), die Plätze vier und fünf gehen an die ARD- und ZDF-Mediatheken (38 Prozent) und Sky (22 Prozent).

Was monatliche Abos betrifft, so sind die Deutschen eher knauserig: Denn 52 Prozent der Deutschen halten die aktuell übliche Monatsgebühr von zehn Euro für zu hoch.
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