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App Store-Monopolklage gegen Apple zulässig - was sich ändern soll

Von Nadine Juliana Dressler am 13.05.2019 19:44 Uhr
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Seit Jahren schwelt der Streit um den Apple App Store - es geht dabei um den Vorwurf, dass Apple seine Monopolstellung des App Stores ausnutzt, wodurch Käufer gezwungen seien, jeden festgelegten Preis für Apps zu zahlen. Jetzt hat der Supreme Court den Weg für eine Sammelklage freigemacht.

Schon seit dem Jahr 2011 bemüht sich eine Anwaltskanzlei in den USA, eine Sammelklage gegen die Monopolstellung des Apple App Stores umzusetzen. In den Vorinstanzen wurde die Klage mal abgewiesen, mal zugelassen. Zu einer Verhandlung kam es aber bisher nicht, auch wenn es zuletzt so aussah. Apple hatte dagegen vor dem obersten Gericht der USA geklagt - und jetzt verloren. Der ursprüngliche Kläger namens Robert Pepper hat jetzt vor dem obersten US-Gericht Recht bekommen - der Supreme Court hat damit nun heute den Weg für eine Sammelklage freigemacht. Man erkennt in dem heute veröffentlichten Urteil (PDF) die Vorwürfe gegen Apple an und lässt eine Monopolklage zu.

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Sammelklage zugelassen

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Gericht hat die Entscheidung einer niedrigeren Instanz, die Sammelklage zuzulassen, voll bestätigt. Damit wird der Fall nun endlich verhandelt.

Die Kläger werfen Apple vor, sowohl Endkunden als auch Entwicklern die Nutzung des App Stores aufzuzwingen und höhere Preise durchzusetzen. Durch Apples marktbeherrschende Stellung gäbe es vor allem für Endkunden gar keinen Weg an Apples App Store vorbei.

Zu Lasten der Nutzer

In jedem Fall gehe das zu Lasten aller Nutzer, nur für Apple ist es ein gutes Geschäft. Entwickler können zwar die Preise ihrer Apps festlegen, müssten sich aber an Apples Provisionsanteil und der Preisgestaltung der Konkurrenten angleichen, womit kein freier Markt zustande komme. Apple müsse sich dabei als Distributor der iPhone-Apps auch kartellrechtlichen Ansprüchen stellen.

Wie aber konkrete Forderungen aussehen, damit das Apple Monopol gebrochen wird, ist unklar. Der Kläger wollte neben mehr Transparenz vor allem erreichen, dass es Alternativen gibt. Das würde sich dann aber wohl auf die ganze Branche auswirken.

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