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NBA und UFC fordern Kriminalisierung von Streaming-Piraterie

Von Witold Pryjda am 08.05.2019 15:29 Uhr
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Übertragungen von Sportveranstaltungen sind ein Milliarden-Geschäft, das gilt nicht nur für Fußball, sondern auch bzw. insbesondere für die großen US-Sportarten. Zwei Größen des US-Sports haben nun eine Kampagne gestartet, die die Verschärfung der derzeitigen Gesetzeslage fordert.

Alle populären Sportarten haben dieser Tage mit Streaming-Piraterie zu kämpfen. In der Regel sind Übertragungen auch ohne viel Aufwand im Netz zu finden, dank immer schnellerer Leitungen ist die Qualität hier zumeist auch mehr als passabel. Dabei spielt auch eine Rolle, dass illegale Streams für die Konsumenten nahezu ohne Konsequenzen sind.

Das wollen in den USA nun die National Basketball Association (NBA) und die Ultimate Fighting Championship (UFC) ändern. Die beiden Organisationen stehen aktuell an der Spitze der Bemühungen, illegales Sport-Streaming zu kriminalisieren. Denn derzeit unterscheiden sich Streaming- und Download-Piraterie nicht nur technisch voneinander, sondern auch in der Bestrafung (nach US-Recht).

Bisherige Bemühungen, Gesetze im Zusammenhang mit Streaming zu verschärfen, sind gescheitert. Bei aktuellen Anhörungen im US-Senat nahmen die NBA und UFC nun einen neuen Anlauf, wie TorrentFreak berichtet. NBA-Vertreter argumentieren, dass man diverse Maßnahmen durchführe, um diese Streams aus dem Netz bekommen. Das sei aber im Prinzip ein Kampf gegen Windmühlen, da die Anbieter illegaler Streams hochprofessionell arbeiten und an DMCA-Takedowns per Hostern "vorbeiarbeiten".

Felony

Im Wesentlichen wollen die Rechtebesitzer die Gesetze verschärfen und illegales Streaming als "Felony" werten, also im Wesentlichen unter Strafrecht stellen. Zudem sollen Hoster ihre Kunden regelmäßig darauf aufmerksam machen, dass entsprechende Nutzung illegal ist. Im Prinzip wollen die Verantwortlichen Streaming an andere Formen der Piraterie angleichen. Wohlgemerkt wollen die Rechtebesitzer nicht den Nutzer kriminalisieren, sondern in erster Linie die Anbieter solcher Streams.
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