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Vodafone: Der Staat soll Leerrohre verlegen und allen anbieten

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[o1] pcfan am 06.05. 16:19
Da hat Vodafone vollkommen Recht.
Eigentlich sollte Der Staat sogar Kabel reinlegen und die dann vermieten.
Aber Leerrohre sind auch gut.

Zu irgendwas müssen die Steuern ja auch gut sein.
[re:1] aecro am 06.05. 16:25
@pcfan: Das sag ich jetzt auch schon eine Weile. Kritische Infrastruktur, dazu gehört das Internet mittlerweile, gehört in Staatshand. Dasselbe gilt z.B. auch fürs Schienen-, Strom- und Wassernetz. Was es gebracht hat, Telekom und Bahn inklusive Infrastruktur zu privatisieren, kann man sich jetzt gut ansehen.
[re:1] TobiasH am 06.05. 18:18
+ -1
@aecro: ja, und was es bringt, wenn es in staatshand ist, sieht man an den maroden Schulen und Straßen, fehlenden Radwegen, Flughafen BER... Gibt noch einige andere Beispiele..
Das Problem ist, wenn der Staat mal knapp bei Kasse ist zweigt er sich Gelder an anderer Stelle ab.
[re:1] PiaggioX8 am 06.05. 19:39
+1 -1
@TobiasH: Schulen sind Sache der Länder und Gemeinden. Ebenflaas bei Strassen - hier muss man unterscheiden zwischen Bundesstrassen, Regierungsbezirken, Kreisen, Gemeinden (Bundesautobahnen, Staats-, Kreisstrassen, Ortsstrassen).
Der Flughafen BER ist ein Landesprojekt.
Dem entsprechend werden diese Projekte auch aus unterschiedlichen Kassen finanziert.
[re:1] rallef am 07.05. 13:29
+ -
@PiaggioX8: Länder und Kommunen sind auch "Staat".
[re:2] PiaggioX8 am 07.05. 18:50
+ -
@rallef: Trotzdem erfolgt die Finanzuierung aus unterschiedlichen Quellen.
Grundstückseigner zahlen Kanal und Strasse aus ihrer eigenen Tasche. Der Staat gibt da bestenfalls popelige Zuschüsse.
Wärest du Eigner eines Grundstückes, dass an einer Strasse liegt wüsstest du das.
Also hast du keines und auch keine Ahnung.
[re:2] PiaggioX8 am 06.05. 19:32
+ -
@pcfan: Dieses Modell ist Unsinn. Da die Kosten auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden. So wie es jetzt auch ist.
Daher ist es auch jetzt für die ISP schwierig abgelegene Regionen abzudecken. Für die Komunen ist das einfach zu teuer.
Und für die ISP auch - das Problem ist nicht das verlegen der Leitungen, sondern die Immensen Kosten um die Strasseninfrastruktur wieder herzustellen.
Wenn, dann alles staatlich.
Aber das hätten Firmen gerne - Gewinne behalten und Verluste/Ausgaben verstaalichen.
[o2] zerokewl am 06.05. 16:30
+4 -2
Wer beim Staat soll denn die Rohre planen, verlegen und mit den Netzbetreibern koordinieren? Hier müsste eine neue Behörde geschaffen werden. Damals als es noch Post/Telekom war, wollte man alles privatisieren. Und jetzt wieder back to the roots oder wie? Es ist immer die Rede von Rohren verlegen. Damit ist es aber nicht getan, die Rohre müssen auch wieder gefunden werden wenn man sie braucht. Der Belegungsgrad muss dokumentiert werden, bei Schäden müssen Reperaturen gemacht werden, d. h. das Rohrnetz muss instand gehalten werden usw.
Es gehört auf jeden Fall mehr dazu als nur ein paar Rohre in den Boden zu verbuddeln.
[re:1] aecro am 06.05. 16:34
@zerokewl: Wie wär es denn z.B. mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur?
[re:2] andreas31HD am 06.05. 16:46
+7 -1
@zerokewl: Du hast es erfasst......Man braucht Mitarbeiter, die Ahnung haben und wissen was sie dokumentieren! So sollte es eigentlich in allen Bereichen sein.....nur fällts den meisten nicht direkt auf was für Nullen unser Land regieren und verwalten, da die meisten Bereiche dem normalen Bürgen nicht wirklich vertraut sind. Beim Thema Internet merkt dann jeder gleich, dass da was schief läuft ( und ich spreche nicht von niedrigen Übertragungsraten!! ), denn ein Großteil der Bevölkerung ist mittlerweile darauf angewiesen.
Und zum Thema "Back to the roots" Es gibt bestimmte Bereiche, die man nie hätte privatisieren sollten! Wenns im öffentliche Interesse ist und die Leute davon abhängig sind( Bestes Beispiel die Deutsche Bahn ) bin ich der Meinung es reicht wenn am Ende der Bilanz ne 0 steht. Alle Ausgaben gedeckt, damit der Steuerzahler nicht dafür aufkommen muss; Alle Mitarbeiter bezahlt; alle Kunden mobil. Die einzigen die damit ein Problem hätten, wären die Anleger, Ationäre und der Aufsichtsrat. Und sorry......die hättens nicht besser verdient. Dieses ganze "Aus reich noch reicher werden ohne seinen Arsch zu bewegen" ruiniert eh unsere ganze Gesellschaft!
[re:3] Odi waN am 07.05. 13:26
+ -
@zerokewl: Dafür muss keine neue Behörde geschaffen werden. Denn es ist jetzt schon so das wenn der Bund irgendwo was ausbaut muss er Leerrohre verlegen. Wenn also die BRD Autobahnen saniert und Neubaut, werden am Straßenrand neue Leerrohre verlegt. Bei uns in der Stadt hat das Landesstraßenwesen ihre Bundesstraßen neugebaut und dort wurden ebenfalls Leerrohre mitverlegt. Es ist einfach eine Auflage die erfüllt werden muss und die gibt es schon seit 2-3 Jahren. Was aber der VF Chef meint ist eben die letzte Meile und die gehört der Telekom überwiegend, dort liegt nämlich kein öffentliches Leerrohr.
[o3] max06.net am 06.05. 16:57
+1 -2
Gabs nicht vor ner Weile mal die Idee, Ab- und Frischwasserleitungen zu verwenden? Warum denkt man nicht weiter in diese Richtung?
[re:1] max06.net am 06.05. 20:37
+2 -
@max06.net: Verrät mir auch jemand, warum ich dafür jetzt Minus kassiere? Das ist ne ernst gemeinte Frage gewesen...
[re:1] rallef am 07.05. 13:40
+ -
@max06.net: Weil's ne Schnapsidee ist, die zu Recht wieder beerdigt worden ist.

Elektrische Leitungen im Wasser? Ok, Glasfaser... Du willst die anbohren und irgendwas tendenziell Dreckiges in Deine Frischwasserleitung reinlegen? Mahlzeit... Abwasserrohre neigen dazu zu verstopfen, wenn "irgendwas" da reinhängt und den Querschnitt vermindert. Was meinst Du, was von der Glasfaser übrig bleibt, wenn jemand die Rohrfräse da durchjagt?

Wenn die Straße für neue Gas- / Wasser- / Strom- und was weiß ich für welche Leitungen eh aufgebuddelt werden, macht es allerdings Sinn, Deine Leerrohre gleich mit in den Graben zu werfen.
[o4] departure am 06.05. 17:32
In den sechziger Jahren wurden in Westdeutschland Gasleitungen verlegt. Unterirdisch. Quer durch die ganze Republik.Das ist jetzt über 50 Jahre her.

Schon damals ist ein (oder mehrere) kluge(r) Mensch(en) auf die Idee gekommen, neben dem Gastransport in diese dicken Rohre extra Kammern/Leerrohre mitreinzulegen bzw. legen zu lassen. Leider ist die Trassenkapazität örtlich begrenzt, da läuft nur jeweils eine dicke Gasleitung von Ost nach West und eine von Nord nach Süd. Doch alle in der Nähe dieser Leitungen können auch heute noch Leerrohrkapazitäten mieten und nutzen. Und brauchen dadurch z. B. keine Anbindung an einen Telekom-Backbone.

In dem Kaff, in dem ich wohne (~ 3.000 Einwohner) kommen deshalb heute mehrere Gigabit/s Glasfaser-Internet an.
Natürlich mußte auch die letzte Meile zu den Häusern gebaut werden, aber das war erstaunlich unkompliziert, in den Straßen wurde nahe der Bordsteinkante auf höchstens 7-8 cm Breite und max. 35 cm Tiefe gefräst, die Glasfasern eingelegt und die Angelegenheit war damit fast fertig. In den Privatgrundstücken konnte jeder Eigentümer entweder selbst buddeln oder eben buddeln lassen (zumeist auf die gleich simple Art und Weise). Und dadurch kann jetzt ein jeder, der dabei mitgemacht hat (der ROI lag bei 75% aller Gebäude, 80% wurden erreicht) 400 Mbit/s FTTH bekommen. Federführend war unsere Gemeindeverwaltung, die von der Hinhaltetaktik und den leeren Versprechungen der Telekom die Nase voll hatte.

Das war in 2015. Jetzt, 2019, fast 4 Jahre später, fängt die Telekom an, bei uns die DSLAMS aufzurüsten und den Haushalten (immer noch über das alte Kupfer der letzten Meile) VDSL-100 anzubieten. Zu spät, 80% der Kunden sind weg.

Ultralange Rede kurzer Sinn.

Staatlich verlegte Leerrohre - überall(!) - finde ich sinnvoll.
[o5] tommy1977 am 06.05. 17:36
+7 -
Daran sind weder Bund noch Kommunen interessiert. Warum werden denn Straßen alle 6 Monate erneut aufgerissen, obwohl jegliche Bauvorhaben der nächsten 2-3 Jahre bekannt sind? Weil jeder eine eigene Schachtgenehmigung beantragen muss und diese ordentlich Kohle bringen.
[o6] djlex am 06.05. 19:53
+1 -
Hallo

Bei uns wurde in den letzten 2 jahren die Strassen 4x ausgebuddelt.
Zuerst von Telekom paar Monate später von Unitymedia danach nochmal von Netcom.
Und diese Monate hat noch mal ENBW Strom verlegt.
Unter dem Gehweg war kein platz mehr sind sie auf die Strasse ausgewichen.

Jetzt sehen unser Gehwege und Strasse Katastrophal aus, weil jeder aufgerissen hat.
[o7] DRMfan^^ am 06.05. 20:39
+ -
Hat eigentlich schonmal Vodafone "unverhofft" Trenching-Kabel der Telekom zertrencht oder umgekehrt? :D
[re:1] rallef am 07.05. 13:48
+ -
@DRMfan^^: Der berühmte Bagger, der die Backbone-Anbindung einer IT-Einrichtung (beliebiger Art) kappt, ist eigentlich seit Jahrzehnten ein running gag in der EDV... Ich wüsste nicht, warum das mit "Trenching" besser sein sollte, abgesehen davon, dass das eher Privatleute oder Kleinbetriebe "auf'm Dorf" treffen würde und, da es 2 Straßen weiter keinen interessiert, also auch in den Medien keine Meldung erscheint.
[o8] Odi waN am 07.05. 13:34
+ -
Seit 2-3 Jahren existiert die Auflage der Mitverlegung von Leerrohren für Bundes- und Landesbehörden. Es beschränkt sich aber eben nur auf diese. Egal ob eine Bundesstraße oder Autobahn saniert wird oder komplett neugebaut wird, müssen Leerrohre mit verlegt werden. Das größte problem ist eher das diese Rohre halt da liegen und neue LWL-Kabel eingeblasen werden können aber diese nutzen halt der letzten Meile nix, denn da hat überwiegend die Telekom die Hand drauf.
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