Google erklärt Microsofts Chromium-Edge für inkompatibel mit Docs

Von Roland Quandt am 30.04.2019 12:25 Uhr
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Microsofts neuer Chromium-basierter Edge-Browser erfüllt anscheinend nicht die Anforderungen für die Verwendung von Google Docs. Das behauptet jedenfalls Google, denn wer derzeit eine der Vorabversionen des neuen Edge verwendet, um ein Dokument in Google Docs zu bearbeiten, wird von dem Dienst darüber informiert, dass sein Browser inkompatibel sei.

Google ist möglicherweise nicht ganz froh darüber, dass Microsoft ausgerechnet die Chromium-Basis als Grundlage für die neue Generation seines Browsers Edge gewählt hat. Der Internetkonzern lässt seine Online-Textverarbeitung Google Docs nämlich seit kurzem eine Art Fehlermeldung anzeigen, wenn man mit dem Chromium-Edge versucht, ein Dokument zu öffnen. Noch ist offen, woran genau dies liegt.

Google Docs warnt vor Chromium Edge

Konkret warnt Google Docs beim Öffnen von Dokumenten in der Chromium-basierten Edge-Version vor der Verwendung eines "nicht mehr unterstützten Browsers" und fordert den Anwender zur Aktualisierung auf einen durch den Dienst unterstützten Browser auf. Der dabei angezeigte Link verweist natürlich unter anderem auf einen Chrome-Download, nennt aber auch Firefox, Safari, den Internet Explorer und die alte Version von Microsoft Edge.

Die von Google Docs ausgegebene Warnung vor der Verwendung des "veralteten" Browsers ist möglicherweise einfach zu erklären. So erkennt Google Docs offenbar den User-Agent des Browsers, wobei der neue Edge-Browser noch nicht auf der Liste kompatibler Browser zu stehen scheint. Ändert der Nutzer nämlich den User-Agent auf den eines der kompatiblen Browser, verschwindet auch die Fehlermeldung dauerhaft. Eigentlich wechselt der neue Chromium-basierte Edge-Browser automatisch zur Verbesserung der Kompatibilität seinen User-Agent, bei Google Docs ist dies aber wohl noch nicht der Fall.

Erst vor kurzem gab es bereits ein ähnliches Problem: Google Meet war ebenfalls nicht in der Lage, den neuen Edge-Browser anhand seines User-Agents als kompatibel zu erkennen und sperrte dessen Nutzer prompt aus. Google korrigierte den "Fehler" zwar umgehend, doch gab es schon früher ähnliche Probleme für andere Browser-Anbieter. So klagte erst vor kurzem ein früherer Firefox-Entwickler, dass Google immer wieder auffällig viele "Fehler" machte, wodurch die Arbeit anderer Browser-Anbieter behindert wurde.
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