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Swisscom: Erste 5G-Sender bieten ab heute Gigabit-Bandbreiten an

Von Christian Kahle am 17.04.2019 14:33 Uhr
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Während die Netzbetreiber hierzulande noch wild um Frequenzen für den kommenden 5G-Mobilfunk bieten, sind die ersten Nachbarn bereits deutlich weiter. In der Schweiz gingen in der vergangenen Nacht die ersten Stationen in den Regelbetrieb und die Nutzer können hier bereits die Vorteile der neuen Generation nutzen.

Seit heute Morgen 0 Uhr sind nach Angaben des Unternehmens 102 Sendeanlagen in 54 Ortschaften der Schweiz online und spannen Mobilfunkzellen nach dem neuen Standard auf. Zu finden sind diese unter anderem in Basel, Bern, Chur, Davos, Genf, Lausanne und Zürich. Von diesen aus soll der Ausbau des neuen Netzes weitergeführt werden. Bis zum Jahresende hat sich die Swisscom eine Versorgung der gesamten Schweiz vorgenommen.

Die Schweizer Kommunikationskommission ComCom hatte der Swisscom die Lizenzen für die Nutzung der benötigten Frequenzbänder ab dem heutigen Tag erteilt. Über 15 Jahre können diese nun für die fraglichen Dienste eingesetzt werden. Als wichtigste Auflage erwartet der Staat dabei eine Abdeckung von 50 Prozent der Bevölkerung bis 2024. Die Pläne von Swisscom sehen bereits Ende 2019 eine Abdeckung von über 90 Prozent der Bevölkerung vor, hieß es.

10 GBit/s als Ziel

Auch in der Schweiz erfolgte die Vergabe über eine Versteigerung, die hier aber nur auf einen Betrag von etwas über 330 Millionen Euro kam. "Das Swisscom 5G-Netz wird schweizweit bis Ende des Jahres für alle parat sein, wenn die 5G-Geräte der grossen Hersteller unter dem Weihnachtsbaum liegen", erklärte Firmenchef Urs Schaeppi. Aktuell sind nur einige wenige Geräte bereits verfügbar beziehungsweise kommen diese überhaupt erst in der nächsten Zeit bei den Verbrauchern an.

Zum Start bieten die Stationen erst einmal Bandbreiten von bis zu 2 Gigabit pro Sekunde im Downstream an. Die Swisscom will hier später auf bis zu 10 Gigabit pro Sekunde nach oben gehen. Aufgebaut wird die 5G-Infrastruktur der Swisscom dabei mit Technik des schwedischen Netzausrüsters Ericsson.

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