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Microsoft soll die größte Bremse beim "Recht auf Reparatur" sein

Von Nadine Juliana Dressler am 13.04.2019 12:00 Uhr
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Über ein faires und freies "Recht auf Reparatur" wird auch in den USA schon seit längerem gestritten. Da es für Verbraucher viele Vorteile hätte, aber für Hersteller und ihre Reparaturdienste nicht, wird der Kampf um entsprechende Gesetze hitzig diskutiert. Nun ist bekannt geworden, dass auch Microsoft zu einem der größten Gegner der Reform gehört.

Der Redmonder Konzern hat demnach seit langem seine Lobbyisten aktiviert, versuchte aber bislang stehts im Hintergrund zu bleiben. Neue Berichte legen aber nah, wie stark Microsoft gegen den Gesetzesentwurf agiert und wie vehement die Lobby gegen entsprechende Regelungen argumentiert. In einem Bericht heißt es jetzt sogar, dass Microsoft mit die größte Bremse in dem Vorhaben war (mehr dazu bei Medium). Bisher hatte man in diesem Zusammenhang immer nur viel von Apple gehört - bis es nun vor wenigen Wochen hieß, der iPhone-Hersteller habe seine Haltung überdacht und prüfe aktuell, wie man Drittanbietern Zugang zu wichtigen Werkzeugen und Software-Tools für eine Reparatur bieten kann, ohne dass es sich zu einem "Sicherheitsproblem" entwickelt.

Keine öffentliche Diskussion

Von Microsoft war zu dem Thema bisher wenig zu hören. Microsoft bestraft zwar Kunden, wenn sie ihre Geräte selbstständig öffnen, indem anschließend Garantie- und / oder Gewährleistungsansprüche versagt werden. Öffentlich hat sich der Konzern aber zu den neuen Richtlinien noch nicht geäußert.

Das hat nun Jeff Morris, demokratisches Mitglied des Repräsentantenhauses, getan. Laut Morris hat Microsoft die Verabschiedung der Gesetze trotz starker überparteilicher Unterstützung blockiert.

In einem Interview mit iFixit sagte Jeff Morris, dass das ein offenes Geheimnis sei, über das man also nicht redet, es aber bekannt ist. Bei YouTube gibt es das Gespräch, das iFixit zum Thema geführt hat, als fast einstündiges Video:

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