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PC-Verkaufszahlen sinken erneut: Intels Probleme schlagen voll durch

Von Roland Quandt am 11.04.2019 11:01 Uhr
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Dem PC-Markt geht es wohl weiterhin nicht sonderlich gut, auch wenn die im ersten Quartal 2019 von Marktbeobachtern verzeichneten Rückgänge bei den Verkaufszahlen wohl vor allem saisonaler Natur sein dürften. Für Microsoft gibt es aber einen Lichtblick: Man gehört jetzt zumindest in den USA dauerhaft zur Top 5 der PC-Hersteller.

Sowohl Gartner als auch IDC haben jüngst ihre Zahlen zu den PC-Verkäufen im ersten Quartal 2019 veröffentlicht. Die Marktforschungsfirmen kamen jeweils zum gleichen Ergebnis: In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 58,5 Millionen PCs verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 4,6 Prozent laut Gartner und 3,0 Prozent laut IDC.

PC-Verkaufszahlen Q1/2019 von IDC & Gartner

Geht es nach Gartner, konnte gerade Microsoft positiv auffallen. Zwar taucht das Unternehmen weltweit noch immer nicht unter den fünf führenden PC-Herstellern auf, in den USA festigte man jedoch seine Position auf dem 5. Platz. Der Softwaregigant kam mit 449.000 verkauften Surface-Systemen in den letzten drei Monaten in den USA auf einen Marktanteil von 3,9 Prozent. Dabei musste man im Vorjahresvergleich zwar einen Rückgang von 2,0 Prozent hinnehmen, es ging für die Redmonder aber deutlich weniger stark abwärts als für die anderen Hersteller, deren Stückzahlen jeweils um 3,5 bis 7,5 Prozent sanken.

PC-Verkaufszahlen Q1/2019 von IDC & Gartner

Weltweit betrachtet konnte Lenovo seine Führungsposition laut Gartner festigen und die Stückzahlen um fast sieben Prozent steigern. Auch für HP und Dell ging es leicht aufwärts. Apple musste leichte Verluste hinnehmen, während es für Asus um 7,3 und für Acer sogar um 13,2 Prozent abwärts ging. Vor allem die kleineren Hersteller litten kräftig, sanken ihre Verkaufszahlen doch um knapp 21 Prozent.

Bei IDC sieht die Welt ein wenig anders aus. Das Unternehmen sieht HP mit 23,2 Prozent Marktanteil auf Platz 1, auch wenn das Unternehmen knapp ein Prozent weniger PCs verkaufen konnte als im ersten Quartal 2018. Lenovo legte hingegen um fast zwei Prozent zu und ist HP somit in den Statistiken von IDC mit einem Marktanteil von 23 Prozent direkt auf den Fersen. Auch Dell legte leicht zu, während auch bei IDC für Apple leichte und für Acer kräftige Verluste zu verzeichnen waren.

Intels Lieferengpässe sind Hauptgrund für Rückgang

Bei der Frage, welche Gründe hinter dem erneuten Rückgang der PC-Verkaufszahlen stecken, sind sich die Marktbeobachter von Gartner und IDC wiederum einig. Neben einer allgemein sinkenden Nachfrage aufgrund des Trends zu mobilen Geräten sieht man die "Schuld" vor allem bei Intel. Der US-Chipgigant kann nach wie vor nicht genügend Prozessoren liefern, so dass die Gerätehersteller auch nicht genügend fertige PCs bauen können.

Darunter leiden vor allem die kleineren Anbieter, da diese im Ringen um die ohnehin schon geringen Bestände gegenüber den großen Herstellern das Nachsehen haben. Auch die großen Marken haben allerdings nicht die Möglichkeit, die wegen des Support-Endes von Windows 7 gestiegene Nachfrage im Business-Bereich voll zu bedienen. Dennoch war gerade der Markt für Firmenkunden nach Meinung der Marktbeobachter ein Nachfragemotor - ebenso wie der Vertrieb von Chromebooks, was vor allem für den US-Markt galt.
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