Jetzt auch mobil Kommentieren!

Verlage setzen massive Netzsperren gegen Forschungs-Piraten durch

Einen Kommentar schreiben
[o1] happy_dogshit am 03.04. 14:02
Die Zensur kommt
[re:1] skrApy am 03.04. 14:28
+2 -
@happy_dogshit: korrekt die Menschen erst mit kleinen Schritten sensibilisieren und dann immer mehr das Ganze aufbauen wenn es kaum noch negatives Feedback gibt
[re:2] Kribs am 03.04. 16:07
+3 -1
@happy_dogshit: "Zensur" ist in dem Zusammenhang falsch, auch wenn ich verstehe wieso du auf den Gendanken kommst und es auch Grottig finde.
Die Wissenschaftlichen Werke sind weiter zugänglich, aber nur bei den Verlagen und gegen Wucherbedingungen.

Bei einer Zensur wären sie überhaupt nicht mehr zugänglich.
[re:1] MancusNemo am 03.04. 17:13
+ -
@Kribs: Die die es brauchen sind es unnötige Kosten. Es ist wie Wegelagerei oder eine Steuer.
[re:1] Kribs am 03.04. 17:54
+ -
@MancusNemo: Keine Ahnung was du mir zu meinem Kommentar sagen willst, schließlich habe ich selbst das verhalten der "Verlage" als Wucherbedingungen bezeichnet!
[re:3] JoIchauch am 03.04. 18:38
+ -
@happy_dogshit: Sie ist schon da!
[re:4] PiaggioX8 am 03.04. 19:42
+ -
@happy_dogshit: Ist schon längst da....
[o2] wertzuiop123 am 03.04. 14:05
+6 -1
Frankreich blockiert sich selbst https://twitter.com/Senficon/status/1113127884913340416
[o3] noneofthem am 03.04. 14:35
+13 -
Dass gerade Wissen zensiert wird, ist eine Schande. Klar steckt da Zeit und Geld drin, aber Wissen sollte der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.
[re:1] gustserve am 03.04. 16:09
+2 -
@noneofthem: Das ist ja das traurige an der ganzen Sache: Die Leute die am meisten Zeit und Geld dort reingesteckt haben bekommen nix (z.B. Reviewer) oder muessen oft sogar noch selber fuer die Publikation zahlen.

Der einzige Mehrwert den die Publisher bringen ist Reviewer zuzuteilen. Die Kosten dafuer sollten idR aber durch das, was die Autoren zahlen bereits gedeckt sein.
[re:2] crmsnrzl am 03.04. 16:21
+ -
@noneofthem: So sehr das System auch überholungsbedürftig ist und Paywalls nerven, das Vorgehen gegen Piraterie hat nichts mit Zensur zu tun.
[re:1] noneofthem am 03.04. 16:35
+1 -
@crmsnrzl: "Diverse Provider müssen dort nun eine Plattform blockieren". Blockieren ist eine Form von Zensur. So meinte ich das.
[re:1] crmsnrzl am 03.04. 17:09
+ -1
@noneofthem: Ja, dann wird aber nicht das "Wissen zensiert", denn es ist weiterhin über den legalen Weg zugänglich, sondern nur die Webseiten zur systematischen Begehung von Urheberrechtsverstößen blockiert.
[o4] Kribs am 03.04. 16:07
+ -
Ich frage mich wie ein Gericht in Deutschland entscheiden würde, wenn man mit § 291 StGB Argumentiert, für Forschung besteht ja eine Zwangslage nicht alle Ergebnisse selbst zu erzielen um daraus neue Forschungsansätze zu schaffen?
[re:1] crmsnrzl am 03.04. 16:17
+ -
@Kribs: Doch, natürlich kann man das, es ist nur teuer und ineffizient.
[o5] Odi waN am 03.04. 16:22
+3 -
Ein Freund ist auch Wissenschaftler und der hat mal erzählt wie krank das ist mit dem publizieren, entweder du machst es oder du bist arbeitslos. Die wollen Ergebnisse sehen und das am besten auf Plattformen die eine große Reichweite haben, was der Wissenschaftler davon hat ist denen völlig egal, Hauptsache die Uni/Firma steht gut da.
[re:1] DRMfan^^ am 03.04. 22:12
+ -1
@Odi waN: Ja und? Die Wissenschaftler sind bei der Uni angestellt und werden für Forschung bezahlt. Die Uni bekommt indirekt Geld über Reputation, wodurch weiter geforscht werden kann. Die Ingenieure von Mercedes haben ja auch keine Gewinnbeteiligung....
[re:1] Borghese am 04.04. 08:53
+ -
@DRMfan^^: hier geht es nicht um eine Gewinnbeteiligung der Wissenschaftler. Diese als Autoren haben aber ein intrinsisches Interesse daran dass ihre Publikationen einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere natürlich der wissenschaftlichen, komplett und möglichst uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Wissenschaft lebt vom Disput.
Ungehinderter Zugang zu aktuellen Publikationen ist essentiell.
Elsevier & Co mit parasitärem Verhalten stehen dem massiv im Wege.
[re:1] DRMfan^^ am 04.04. 19:20
+ -
@Borghese: Ich sage nicht, dass ich diese Geschäftsmodelle mag. Aber als angestellter Wissenschaftler entscheidet deine Uni oder dein Lehrstuhl, unter welchen Konditionen und ob überhaupt deine Arbeit veröffentlich wird, das ist eben so. Ansonsten beschaffe selber Geldmittel, dann ist es auch deine Entscheidung.....

("Veröffentlichen" ist für sowas eigentlich auch der falsche Begriff)
[o6] Andre Passut am 03.04. 18:33
+1 -
Und noch ein Schritt weiter zur totalen Zensur, los Wissenschaftler und Politiker, bombt uns in die Steinzeit zurück. Man, dass kotzt mich mittlerweile nur noch an, ich weiß schon warum ich auf allen meinen Geräten mittlerweile Cloudflare DNS nutze und da wo möglich einen VPN, solange möglich umgehe ich jeden Zensurversuch.
[o7] usbln am 03.04. 21:03
+3 -
Wenn die Universitäten gut organisiert wären, würden sie sich mit einem gemeinsamen Publikationsportal von den Verlagen unabhängig machen.
[o8] Hobbyperte am 04.04. 17:04
+ -
Die Sache erinnert an Aaron Swartz, der völlig sinnlos, wegen seinem Kampf um eine Selbstverständlichkeit, durch das US-Justiz-System in den Selbstmord getrieben wurde.

In der Sache ging es nebst frei zugänglicher Wissenschaftlicher Arbeiten auch um die Justiz-Akten, die in den USA "angeblich" frei zugänglich sein sollen, für die Abfrage jedoch eine Gebühr verlangt wurde. Aaron hat diese bezahlten Akten gesammelt und auf einer eigenen Seite veröffentlichen wollen, wo es nichts kostet... und das war dann plötzlich "schwerst kriminiell" ... sehr seltsam, suspekt, dieses US-System aus Geld und Macht ... ist aber bei uns längst nicht anders ... Recht hat, wer Geld hat und wer mehr Geld hat, der hat dann meistens auch mehr Recht ... auch irgendwie seltsam - nicht?

Zum Nachlesen: https://www.netzpiloten.de/aaron-swartz-tod-eines-freigeistes/
Einen Kommentar schreiben
Hoch © 2000 - 2019 WinFuture Impressum Datenschutz