Microsoft löscht alle Verweise auf den Gründer aus Minecraft

Von Christian Kahle am 28.03.2019 09:58 Uhr
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Microsoft hat jetzt endgültig alle Brücken zu den Ursprüngen des Erfolgsspiels Minecraft abgebrochen. Die bisher noch vorhandenen Verweise auf den Gründer des Projektes, Markus Persson, der vielen auch durch seinen Nickname "Notch" bekannt ist, sind in der neuesten Version des Games entfernt worden.

Microsoft hatte Perssons Entwicklerfirma Mojang, bei der Minecraft entstand, im Jahr 2014 übernommen. Satte 2,4 Milliarden Dollar flossen damals und der Gründer feierte seinen neuen Reichtum ausgiebig. Über diese geschäftlichen Beziehungen hinaus gab es in der Folge aber im Grunde nichts mehr, was Microsoft und Notch in irgendeiner Form verbunden hätte, wie aus einem Bericht des US-Magazins PC Gamer hervorgeht.

Gelegentlich wurde der Anteil Perssons an der Existenz des Kultspiels allerdings bisher immer noch gewürdigt. Im Splash-Screen tauchten neben diversen anderen kurzen Bemerkungen auch immer wieder entsprechende Hinweise auf. "Made by Notch!" oder "The Work of Notch!" war hier zuweilen zu lesen. Die beiden Textzeilen sind nun aber aus dem entsprechenden Repertoire entfernt wurden, was bei den Nutzern dann nach der Installation der jüngsten Updates Wirkung zeigt.

Notchs Luxus-Villa im Minecraft-Nachbau
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Streichung in neuester Version

Von Microsoft selbst gab es keine Stellungnahme dazu und man dürfte die in der Sache eigentlich recht kleine Änderung auch kaum besonders erwähnenswert finden. Allerdings kann man durchaus davon ausgehen, dass auch das Verhalten des Minecraft-Gründers in den letzten Jahren seinen Beitrag geleistet hat, dass man die Verbindungen in Redmond dann doch recht gern aus dem Spiel entfernt hat.

Einer der zweifelhaften Höhepunkte in der Nach-Minecraft-Karriere des Milliardärs bestand darin, auf Twitter homophobe Tweets zu verfassen und andere Nutzer zu bedrohen. Selbst ein Teil der da noch verbliebenen Fans des Gründers wandten sich damals von ihm ab. Und angesichts der offenen Firmenkultur der Redmonder dürfte die Sache auch nicht gerade dazu geführt haben, dass man mit dem damaligen Geschäftspartner noch sonderlich viel zu tun haben will.

Siehe auch: Nutzer schafft Minecraft-Rechner - Einziger Zweck: Blocken von Notch
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