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PlayStation 5: Grafikchip von AMD lässt auf viel Leistung hoffen

Von Stefan Trunzik am 22.03.2019 10:41 Uhr
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Die Gerüchte um eine leistungsstarke Sony PS5-Konsole verdichten sich, nachdem AMD mit Google Stadia einen neuen Grafikchip für das Spiele-Streaming vorgestellt hat. Dieser liefert 10,7 Teraflops und somit deutlich mehr als die Xbox One X und die PlayStation 4 Pro.

Bis zum Release der PlayStation 5 wird man sich wohl noch einige Zeit, wahrscheinlich sogar noch Jahre, gedulden müssen. Die Vorstellung der kommenden Cloud-Gaming-Plattform Stadia hat jedoch gezeigt, wo die Reise hingeht und wie der technische Standard dafür definiert wird. Denn auch Google kooperiert in Hinsicht auf die Grafikchips seiner Cloud-Server mit AMD. Mit einer "Custom GPU" soll eine Leistung von 10,7 Teraflops (TFLOPS) bei 56 Compute Units erreicht werden. Stadia vergleicht sich hierbei mit den beliebten Spielekonsolen Xbox One X und PlayStation 4 Pro.

Google Stadia

Schneller als aktuelle Konsolen, aber die PS5 will mehr

Microsofts Flaggschiff bringt es derzeit auf sechs Teraflops und 40 Compute Units, Sonys PS4 Pro liegt dahinter mit 4,2 Teraflops und 36 Compute Units. Die Leistung von AMDs neuem Grafikchip ist also bereits jetzt so performant, wie beide High-End-Konsolen zusammengenommen. Google und AMD wollen mit dieser Performance Spiele in einer 4K-Auflösung (Ultra HD) inklusive High Dynamic Range (HDR) mit angeblich stabilen 60 Bildern pro Sekunde (FPS) über das Internet an Fernseher, Notebooks, Tablets und Smartphones streamen.

In unserem großen Sony PlayStation 5 Special haben wir die Informationen und Gerüchte der letzten Monate und Jahre aufbereitet. Aus technischer Sicht fielen hier oftmals die Codenamen Zen und Navi in Zusammenhang mit der PS5 und einer Kooperation zwischen Sony und AMD. Angeblich hat man für die neue Sony-Konsole eine Leistung von 15 Teraflops im Auge, die man mit AMD Navi-Grafikchips und Zen-Prozessoren umsetzen könnte. Eine 8-Kern-CPU (7nm) und 12 bis 16 GB GDDR6-Grafikspeicher stehen dabei im Raum. In starken Gaming-Desktops ist das kein Problem, doch muss die Hardware für Spielekonsolen kompakt verpackt werden und auch die Kühlung muss mitspielen.

Google Stadia setzt für Game-Streaming auf AMD-Grafikchips

Warum nicht jetzt schon eine neue Konsole bauen?

Wahrscheinlich könnte AMD mit seinem Stadia-Grafikchip schon jetzt Konsolen anpeilen, doch scheinen die Ziele noch nicht erfüllt worden zu sein. Auch Google Stadia startet erst später in diesem Jahr, was darauf hindeuten könnte, dass auch an der AMD-GPU noch weiter gefeilt wird. Bis dato sind Besitzer eines 4K-Fernsehers mit der Xbox One X und der PS4 Pro gut bedient, auch wenn nicht jedes Spiel die hohe Auflösung mit 60 FPS unterstützt. Vielleicht richtet man sich bei der nächsten Konsolen-Generation schon auf 8K-Optionen und 120 FPS ein, die deutlich mehr Leistung verlangen.

Letztendlich sind Spielekonsolen aufgrund der fehlenden Upgrade-Möglichkeit längerfristig aus­ge­legt. Zwischen dem PlayStation-4-Update auf die PS4 Pro lagen drei Jahre und auch die Xbox One X erschien erst vier Jahre nach der Xbox One. Allein deshalb muss sich die kom­men­de Generation auf signifikante Technik-Neuheiten einstellen, die in den nächsten Jah­ren eine Rolle spielen und den Konsolen viel abverlangen werden. Eine Performance von 10,7 Teraflops könnte da noch etwas zu wenig sein, sie zeigt aber eine gute Entwicklung auf.

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