Herzstudie: Apple entdeckt 2000 Kranke über die Apple Watch

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[o1] erso am 18.03. 07:56
+1 -
Wie geht Apple eigentlich mit Verbraucherdaten um, die ebenfalls den Rückschluss auf eine Erkrankung zulassen? Gibt es zumindest den Hinweis an den Kunden, dass er doch mal zum Arzt gehen sollte?

"If You See Something, Say Something®" sollte auch für sowas gelten. (https://www.dhs.gov/see-something-say-something)
[re:1] Matico am 18.03. 08:11
+7 -3
@erso: Hast du den Artikel gelesen? If you answer on something first read something ;)
[re:1] erso am 18.03. 08:19
+1 -
@Matico: Selbstverständlich. Es geht um eine Studie an welcher 419.093 Besitzer in den USA teilnahmen und wie von mir erfragt informiert wurden. Nun sind Studien allerdings endlich und es gibt noch eine Welt neben den USA.
Davon ab, gibt es selbst in den USA sicher mehr als 419.093 Besitzer eines Apple Produktes, welches Gesundheitsdaten (Beispielsweise AirPods2) erfassen kann.

Memo an mich: Fragen unmissverständlicher stellen.
[re:1] Yepyep am 18.03. 08:43
+ -1
@erso: du bekommst eine Information angezeigt. Daten wie alle Daten angelegt. Und solange es keiner beweist eben gegen Zugriff Fremder und auch gegen Apple selbst gesichert.
[re:2] Matico am 18.03. 09:15
+2 -1
@erso: Jetzt habe ich es verstanden, du meinst ausserhalb des Tests. Das ist sicherlich rechtlich alles nicht ganz einfach, das sieht man ja schon daran, dass wir das EKG in Deutschland immer noch nicht haben dürfen. Apple braucht sicher noch Zeit zum testen und für Erfahrungen. Sie wollen wohl nicht dafür verantwortlich sein, dass zuviele Menschen mit "Fehlalarm" zum Arzt gehen, genauso wollen sie nicht, dass Leute sterben weil sie sich auf die Uhr verlassen und eben nicht zum Arzt gehen. Das ist ein schwieriges Thema, fast schon eine gesellschaftliche Veränderung die da ansteht. Wenn du überlegst, dass auf Kaffee "vorsicht heiss" stehen muss weisst du auch wie schwierig das alles werden wird.
[re:3] deischatten am 18.03. 09:26
+1 -
@erso: Frage ist halt ob die Daten auserhalb der Studie personalisiert ausgewertet werden oder einfach nur Ano. auf Masse.
Die meisten Hersteller verkaufen ja Durchschnittswerte an die Industrie.
Wenn Apple jetzt Anfängt diese Daten persönlich auszuwerten müßtest dem zumindest zustimmen in den AGBs. Das sollte dann irgendwer schon mal gelesen haben :)
[re:1] floerido am 18.03. 09:52
+2 -1
@deischatten: Apple hat wegen zu vielen Freiheiten bei der Datenweitergabe schon Ärger mit deutschen Gerichten bekommen.

"Das Unternehmen wollte demnach sogar "präzise Standortdaten" der Anwender für Werbezwecke auswerten und persönliche Informationen an "strategische Partner" weitergeben."
Quelle: https://heise.de/-4316486
[re:2] deischatten am 18.03. 10:02
+1 -
@floerido: Die Frage dabei ist halt immer ob die jetzt einen Datensatz verkaufen:; Hans Müller, Köln, 45 Jahre, zu Fett und Herz Probleme oder halt nur Mann, Köln 45 Jahre.
[re:3] wertzuiop123 am 18.03. 14:37
+ -
@deischatten: Wenn jetzt nicht der Oberschlawiner Facebook im Spiel ist, eigentlich so gut wie immer letzteres in der Branche.
[re:4] DerTigga am 18.03. 16:29
+2 -
@deischatten: Was dann vollautomatisch mit ner grundsätzlichen Frage verknüpft ist: wie lief das ab bzw. wie wurden die 420.000 Teilnehmer an dieser Studie eigentlich ermittelt, gefragt, ob sie wollen, dazu überredet, das sie teilnehmen.. was auch immer?
Ich gehe jedenfalls bis auf weiteres von einem gefragt worden bzw. mit der Zusage, da völlig kostenlos untersucht zu werden geködert worden sein und einer aktiven Zustimmung aus, was gegenteiliges, eine Art von: wenn sie nicht jetzt und hier widersprechen, nehmen sie an einer / jener Studie teil... kann ich mir nur bedingt vorstellen.
Punkt ist da aber: wer war der jene ganzen Leute um Zustimmung zur Teilnahme Bittende ? Apple ? Dann wissen die sehr genau, das und wer so ne Watch besitzt, können und wollen deswegen aktiv mit demjenigen 'kommunizieren'. Oder hat diese Stanford Uni die gesammelten Watchkäufer Daten gekriegt und (evt. nach aussieben) all jene Leute, wie auch immer: angesprochen und ... ? Oder noch schlimmer: Apple besitzt alle Daten jeder einzelnen Watch seit deren Inbetriebnahme und hat daher einfach nur ne (sehr) große Festplatte bei Stanford abgegeben ?
;-)
Theoretisch könnte es mir ja egal sein, da weder was von Apple oder überhaupt etwas an Watch oder Armband ähnlichem besitze.. aber so irgendwie interessiert es mich schon, inwieweit da evt rigoros vorgegangen wurde, von nem Unternehmen.
[o2] darius_ am 18.03. 08:06
+1 -
du kannst davon ausgehen, wenn dir deine SmartWatch mitteilt, dass dein Puls/Herzrhythmus/Blutdruck ärztlich abgeklärt gehört, wirst du das auch tun? diese Systeme ermuntern dich ärztlichen rat einzuholen, sobald Parameter abweichen.
[o3] Kribs am 18.03. 08:43
+1 -
Da sich das "nur" auf die USA bezieht.

Um wie viel erhöhen sich jetzt die Versicherungsprämien (Gesundheit und Lebensversicherung), oder werden die zukünftig, auf Grund des "Befundes" der Apple Watch, automatisch eingefroren/gekündigt?
[re:1] deischatten am 18.03. 10:03
+1 -
@Kribs: Gibt heute schon Versicherungen die Boni zahlen wenn Du ein Band trägst.
[re:1] Cosmic7110 am 19.03. 12:25
+ -
@deischatten: jup, und wer macht das natürlich? Die jüngeren mit den entsprechenden Folgen wenn sie älter werden.
[o4] aliasname am 18.03. 08:51
+1 -1
Hat man am Ende eigentlich alle 420000 Personen zum Kardiologen geschickt um zu überprüfen ob die Applewatch auch wirklich den größeren %satz an Personen identifizieren konnte?
Oder ist das wieder mal nur Marketinggelaber mit dem durchaus vorhandenen Potenzial das Leute sich in Sicherheit wiegen und ein Checkup beim Arzt auslassen weil die Watch ja kein Risiko erkannt hat?
[re:1] Kribs am 18.03. 09:05
+2 -
@aliasname: Das befürchte ich auch, auf die USA bezogen, deren "Gesundheitssystem fast auf reinen Maximalen Gewinnstreben beruht, ein Geschäft mit der Angst.

Herzrhythmusstörungen hat jeder Mensch mehrfach im Leben, es ist also etwas völlig "Normales".
Der Prozentsatz bei den es zu Gesundheitsproblemen führt ist gering.
Herzrhythmusstörungen sind, aus Klinischer Sicht betrachtet, zu 99% eine Sekundäres Symptom einer Erkrankung die das Herz in Mitleidenschaft zieht (zu 2/3 z.B. Bluthochdruck).
Eine Abklärung ist Sinnvoll, in wieweit die Auswirkungen auf Gesundheit und Leben hat!
[o5] Gwaihir am 18.03. 09:12
+1 -
Wie zuverlässig misst die Apple Watch denn eigentlich den Puls? Kann es hier zu Messfehlern kommen? Können dadurch Menschen aufgeschreckt werden, die gar keine Herzprobleme haben? Hintergrund meiner Frage ist, dass ich selbst herzkrank bin und einige Monate eine LifeVest (ein Defibrillator, den man wie eine Weste trägt) getragen habe. Das Ding ist speziell dafür da, die Herzfrequenz zu analysieren und das hat in vielen Situationen so schlecht funktioniert, dass ich ziemlich viele Fehlalarme bekommen habe. Ursache waren mechanische Einflüsse, wie starkes Rütteln, Muskelzittern beim Heben von Gegenständen oder sogar Wind, der das T-Shirt zum Flattern gebracht hat. Einmal wollte mich das Ding schocken, weil ich einen Einkaufswagen über einen Parkplatz mit Pflastersteinen geschoben habe... es dachte, ich hätte Vorhof- oder Kammerflimmern. Daher meine Skepsis, wie zuverlässig die Daten einer Uhr sind, die "von außen" misst.
[re:1] GODMorph am 18.03. 09:32
+2 -
@Gwaihir: es gibt keine Garantie dafür, dass die Werte 100% korrekt sind. Es kann immer zu Abweichungen kommen. Auch sind das eher grobe Intervallmessungen und keine durchgängigen (würde den Akku noch schneller leer saugen). Es gibt mehrere Tests die besagen, dass die Werte sehr korrekt sind, andere sagen, dass sie stark abweichen. Als einzige Quelle bei gesundheitlichen Problemen würde ich sie nicht alleine nutzen. So trage ich sie und habe einen grobe Einschätzung wie es um mich gerade steht. Sind über längere Zeit Abweichungen zum Gewohnten zu sehen, gehe ich der Sache nach.
[re:1] Large am 18.03. 22:46
+ -
@GODMorph: als ich die AW S2 hatte und beruflich 1x extrem unter Druck stand- kam eine Warnung von der Uhr- wie geschrieben eine S2. Sowas wie beruhigen oder durchatmen um den Blutdruck wieder zu verringern; hatte da wirklich Herzrasen über mehrere Stunden.
Allerdings habe ich da selber gemerkt, dass gerade alles viel zu viel ist und ich eine Pause dringend nötig habe. Die Warnung der Uhr hat mich in meiner Wahrnehmung nur bestätigt.
Jetzt nutze ich die S4- und verlasse mich auf die. Allerdings habe ich mein Berufsleben geändert: ruhiger geworden!
[re:2] deischatten am 18.03. 09:43
+2 -
@Gwaihir: Also das teil von Fitbit ist relativ genau was das messen angeht. Hab das mal im Krankenhaus getestet und mit nem Brustgurt auf dem Laufband. Klar ist der Enge Brustgurt genauer aber für ne Uhr Messung sind die Teile mittlerweile schon zu gebrauchen. Solltest natürlich kein 5€ Gerät aus China kaufen. Garmin, Apple, Samsung und Fitbit sind aber schon recht gut.
[re:1] Blue7 am 18.03. 13:17
+1 -
@deischatten: kann ich bestätigen. Das Phillips Live-Blutdruckmessgerät hat exakt um 1 Puls-Schlag von meiner Fitbit Charge 2 bei jeder Messung abgewichen. Auch die Fitbit-App hat genau im vorhandenen Krankheitszeitraum einen Anstieg des Pules ausgewiesen, wie auch die Abschwächung gegen Krankheitsende nach 2 Wochen. Auch die Dauerbelastung über den Tag wies sie aus.
Die Uhren sind garantiert kein 100% Ersatz für volle Gesundheit, aber ich kann voll und ganz sagen. Sie geben Info/Warnung wenn was vom Normalzustand abweicht, welchen man nach längerer Zeit und Protokollierung in der App klar auch als Normalo herauslesen/ableiten kann.
[o6] bigspid am 18.03. 10:19
+1 -1
Das Ergebnis nochmal zusammengefasst, ohne irgendwelche Spekulationen mit einzubauen:
Die Apple Watch hat bei 0,5% der Teilnehmer eine Unregelmäßigkeit festgestellt, die dann von einem Arzt (zumindest einmalig telefonisch) untersucht wurde.

Wir kennen keine Zahlen wieviele der Betroffenen tatsächlich krank sind. Die Überschrift suggeriert, dass die Apple Watch eine 100%ige Trefferquote haben muss. Diese Informationen liegen aber nicht vor. Meiner Meinung nach entsprechen daher ein paar der hier im Artikel genannten Informationen nicht der Wahrheit oder sind unvollständig.
[re:1] Otacon2002 am 18.03. 16:11
+1 -1
@bigspid: So wie ich das verstanden habe, hat die Watch bei den Leuten eine Abnormalität heraus finden können, wo diese Leute nicht wussten, dass sie eventuell krank sind.
[re:1] bigspid am 18.03. 16:20
+1 -1
@Otacon2002: Ja richtig. Aber das sagt ja nichts darüber aus, ob es sich um Messfehler gehandelt hat, es unbedenklich war, oder wirklich ein Krankheitsbild vorliegt.
[re:2] wertzuiop123 am 18.03. 16:40
+ -
@Otacon2002: Wär auch interessant zu wissen, wie viele es bereits wussten
[o7] Nukular am 18.03. 18:06
+2 -3
2000 Kranke? Ich dachte es wären mehr! Apple hat doch mehr Kunden als 2000 Stück oder?! :P
[re:1] fabian86 am 18.03. 20:00
+1 -2
@Nukular: xD leider kann man nur ein + verteilen der war echt gut!
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