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Valve erweitert Steam Link: Baut doch euren eigenen Streaming-Dienst

Von Christian Kahle am 15.03.2019 10:17 Uhr
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Während sich diverse Hersteller hinsichtlich neuer Cloud-Streaming­dienste für Spiele heiß reden, schafft Valve schonmal Tatsachen. Das Unternehmen schickt jetzt "Steam Link Anywhere" in eine Beta-Runde und ermöglicht es den Nutzern so, ihr ganz persönliches Streaming-Angebot zu konzipieren.

Steam Link ist an sich nicht unbekannt. Unter dem Namen ermöglicht es Valve schon seit einiger Zeit, Games innerhalb des heimischen Netzwerkes auf andere Geräte zu streamen. Das Konzept war allerdings nur mäßig erfolgreich, denn viele Gamer sehen wohl wenig Sinn darin, sich den aktuellen Shooter auf den Fernseher zu holen und ihn dann mit einer wenig komfortablen Bedienung von der Couch aus zu zocken, wenn der für das Gaming optimierte PC-Arbeitsplatz direkt daneben oder ein Zimmer weiter zu finden ist.

Anders sieht es allerdings aus, wenn man komplett außer Haus unterwegs ist. Mit dem nun vor dem Start der Game Developers Conference (GDC) präsentierten Steam Link Anywhere erweitert Valve die bisherigen Möglichkeiten vom heimischen Netzwerk auf das Internet. Der lokale PC dient dann also als ganz persönlicher Cloud-Server, von dem aus die Spiele beispielsweise auf Smartphones oder Tablets gestreamt und so unterwegs, im Hotel oder anderswo genutzt werden können.

Geht mit Android

Zumindest in Verbindung mit Android-Geräten ist dies aktuell möglich, da hier eine entsprechende App angeboten wird. Unter iOS kommt man mit dem neuen Angebot hingegen noch nicht weit. Sollte der Service aber gut funktionieren, kann man im Grunde davon ausgehen, dass Valve in absehbarer Zeit die entsprechende Anwendung für iPhones und iPads voranbringen wird.

In der Praxis wird das Kernproblem wohl ohnehin darin bestehen, wie der Flaschenhals des heimischen Internet-Anschlusses überbrückt wird. Denn die meisten Nutzer verfügen ja noch immer über relativ langsame Verbindungen auf Grundlage von DSL- oder gar Kabel-Technologien. Neben den Latenzen werden hier oft auch keine stabilen Bandbreiten in einer Größenordnung zu Verfügung stehen, die hochauflösende Bildübertragungen problemlos möglich machen. Entsprechend dürfte die Freude an einer Steam Link Anywhere-Runde wahrscheinlich bei Strategie-Spielen oder ähnlichen Genres am größten sein, während aufwendigere Shooter eher zum Problem werden können.

Siehe auch: Apples Phil Schiller erklärt, warum man Steam Link-App abgelehnt hat
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