Jetzt auch mobil Kommentieren!

Android Q startet in die Beta: Pixel-Nutzer dürfen neue Features testen

Von Roland Quandt am 14.03.2019 02:12 Uhr
1 Kommentare
Google hat mit der Auslieferung der ersten Vorabversion von Android "Q" an interessierte Tester und vor allem Entwickler begonnen. Wie inzwischen jeden März kann man sich so einen ersten Eindruck davon verschaffen, was sich ab dem Herbst bei Googles mobilem Betriebssystem ändern wird. Wer möchte, kann die neue Version schon jetzt auf einem Google Pixel-Smartphone installieren.

Noch hält sich das Ausmaß der Veränderungen vor allem bei der Optik in Grenzen, doch gibt es schon jetzt einige Neuerungen, die Google hervorhebt. Unter anderem bekommen die Nutzer bessere Kontrolle über ihre Privatsphäre und die Unterstützung für Smartphones mit faltbarem Display ist nun erstmals nativ integriert.

Android Q Beta

Die erste Testversion von Android Q steht ab sofort für die Besitzer von Pixel-Smartphones ab der ersten Generation zur Verfügung. Google betonte ausdrücklich, dass man nun auch wieder das erste Google Pixel und Pixel XL bedient, weil dies von vielen Entwicklern so gefordert wurde. Natürlich ist von einer Installation der Vorabversion auf einem produktiv genutzten Gerät ausdrücklich abzuraten.

Android Q Beta

Zwar dürfte sich Google einen Großteil der wichtigsten Neuerungen für die Entwicklerkonferenz Google I/O aufsparen, doch schon jetzt gibt es zum Beispiel die Möglichkeit zum Zugriff auf den neuen Desktop-Modus, eine neue Einschränkung für Apps, so dass diese nur noch Ortungsdaten abgreifen können, wenn sie auch wirklich genutzt werden und auch weitere Beschränkungen für Apps beim Zugriff auf Dateien, Videos, Fotos und Audio-Inhalte eines Nutzers.

Auch der bereits im November angekündigte Support für faltbare Smartphones ist nun integriert. Darüber hinaus soll Android Q auch besser in der Lage sein, Apps im Hintergrund zu pausieren und dann wieder zu aktivieren. Auch der Umgang mit mehreren Apps im Splitscreen-Modus wurde überarbeitet, was ebenfalls den ersten Falt-Smartphones von Herstellern wie Samsung und Huawei zu Gute kommen dürfte.

Über eine neue Programmierschnittstelle für die Systemeinstellungen können Entwicklern den Nutzern ihrer Apps künftig direkt ein Pop-Up-Fenster anzeigen lassen, wenn es darum geht, bestimmte Funktionen wie Bluetooth, NFC, WLAN oder ähnliches zu aktivieren. Will man zum Beispiel einen BT-Lautsprecher verwenden, kann eine App künftig das native Einstellungsmenü für Bluetooth hervorholen, um die Verbindung direkt aus der App heraus herzustellen.

Android Q Beta

Auch das Menü zum Teilen von Inhalten wird in Android "Q" endlich besser, denn Entwickler können nun direkt vorab festlegen, wie ihre Programme mit Sharing-Aufgaben umgehen, so dass das Menü sofort laden kann, ohne andauernd die entsprechenden Optionen von Hand festlegen zu müssen. Für die Nutzer bedeutet dies eine deutliche Erleichterung bei der alltäglichen Verwendung der App.

Android Q Beta

Auch unter der Haube tut sich bereits etwas, denn Google standardisiert nun den Umgang mit Tiefeninformationen bei Fotos mit Hilfe eines neuen "Dynamic Depth"-Formats, das sowohl das JPG-Bild, Metadaten als auch konkrete Tiefendaten in einem Paket vereint. Für die Apps von Drittanbietern wird es so einfacher, Tiefeneffekte anzubieten. Außerdem unterstützt Android Q nun den neuen AV1-Videocodec, was bei geringerer Bandbreitennutzung eine bessere Videoqualität erlaubt - sobald die Anbieter von Inhalten den Codec auch wirklich nutzen.

Wer Android Q schon jetzt ausprobieren will, kann sich über die Website von Google für den Bezug der Beta registrieren, um das Update per Over-The-Air zu erhalten. Google bietet aber auch OTA-Images zum Download an, die sich auf den unterstützten Geräten installieren lassen. Entwickler sollten natürlich vor allem den Android Emulator nutzen.
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
1 Kommentare lesen & antworten
Verwandte Themen
Android
Hoch © 2000 - 2019 WinFuture Impressum Datenschutz