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5G mit Huawei: USA schicken jetzt Drohbriefe an die Bundesregierung

Von Christian Kahle am 12.03.2019 14:34 Uhr
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Die US-Regierung dreht die Eskalationsschraube in ihrer Auseinandersetzung um den chinesischen Mobilfunk-Ausrüster Huawei weiter nach oben. Jetzt droht man der deutschen Regierung mit der Aufkündigung wichtiger Kooperationen, wenn hierzulande auch Technik von den Chinesen in den kommenden 5G-Netzen zum Einsatz kommt.

US-Botschafter Richard Grenell hat in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch einmal die diversen Argumente ins Feld geführt, die seitens der USA nun schon seit längerer Zeit gegen Huawei vorgebracht werden. Demnach sei der chinesische Hersteller ein Sicherheitsrisiko, da angenommen werden muss, dass mit seinen Systemen auch Möglichkeiten für Spionage und Sabotage durch den asiatischen Staat in die Infrastrukturen eingebaut werden.

"Um es auf den Punkt zu bringen: Deutschland und die USA arbeiten so eng zusammen, dass alles, was ihr macht, auch uns betrifft", erklärte Grenell laut diversen Medienberichten. Die von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen zur Absicherung der Netze seien ungenügend. Als Folge dessen müsse die deutsche Regierung unter anderem damit rechnen, dass keine sensiblen militärischen und Geheimdienst-Informationen aus den USA mehr übermittelt würden.

Belege sind Mangelware

Belege für die Sicherheitsrisiken durch Huawei-Technik gibt es bisher nicht. Die einzigen Beweise hinsichtlich der Überwachung von Kommunikations-Infrastrukturen gibt es bisher gegen US-Dienste - solche wurden mit der Veröffentlichung des Snowden-Archivs in größerem Umfang bekannt. Vielmehr dürfte der aggressive Tonfall darauf zurückzuführen sein, dass die USA wirtschaftlich ihren Vorsprung zu China immer weiter einbüßen und darauf heftigst reagieren.

Dass tatsächlich das Risiko besteht, dass US-Geheimdienstinformationen über Schwachstellen in einem deutschen Mobilfunknetz ausspioniert werden, dürfte wohl auch bei den US-Behörden niemand ernsthaft glauben. Es sei denn, dass dort Pläne bestehen, entsprechende Daten zukünftig unverschlüsselt zwischen Smartphones auszutauschen.

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