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Samsung Galaxy S10-Gesichtserkennung ausgetrickst (Update)

Von Nadine Juliana Dressler am 11.03.2019 09:06 Uhr
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Samsungs Gesichtserkennung bei dem neuen Galaxy S10 lässt sich Nutzerberichten nach viel zu einfach überlisten. Dabei soll das Entsperren über Fotos und Videos der Gesichter der Besitzer ebenso leicht funktionieren, wie die Freigabe durch Geschwister - selbst wenn diese sich nur entfernt ähnlich sehen.

Die News-Seite Android Police hat jetzt eine Reihe von Fällen zusammengetragen, bei denen Autoren bekannter Blogs, YouTuber und Otto-Normal-Verbraucher die Gesichtserkennung der neuen Samsung Galaxy S10-Modelle einfach überlistet hatten. Das Problem mit der überlistbaren Gesichtserkennung war dabei schon bekannt. Bereits Ende Februar berichteten erste Medien über das Phänomen, dass sich die Geräte nur allzu leicht auch einfach mit einem Foto entsperren ließen.

Update vom 11. März (16.50 Uhr): Samsung hat uns ein Statement zur Gesichtserkennung des Galaxy S10 zukommen lassen - dabei empfiehlt der Hersteller, für eine erhöhte Sicherheit auf den Fingerprintleser zu setzen: "Die Gesichtserkennung des Samsung Galaxy S10 ist eines von mehreren Features, um das Smartphone zu entsperren. Für eine erhöhte Sicherheit bei der Zugriffskontrolle empfehlen wir den neuen, im Display integrierten Ultraschall-Fingerabdrucksensor zu verwenden. Hierbei kann das Smartphone mit dem physischen Fingerabdruck des Nutzers entsperrt werden. Der Ultraschall-Fingerabdruckscanner wurde mit der Zertifizierung für biometrische Komponenten der FIDO Alliance ausgezeichnet."


Es ist nicht nur bei der Schnellerkennung problematisch

Damals führte man das aber auf einen Modus zurück, mit der Samsung ein Schnell-Login ermöglicht. Diese Funktion ist dann aber laut Hersteller eben auch nicht so sicher, allerdings standardmäßig aktiviert. Nun zeigt sich aber bei der Liste von Android Police, dass sich das S10 auch bei deaktivierter Schnellerkennung austricksen lässt. Eine Entschuldigung für diese Vorfälle gibt es damit nun also nicht mehr.



Technischer Hintergrund dürfte sein, dass das S10, anders als zum Beispiel das iPhone von Apple, keine 3D-Erkennung zur Freigabe nutzt. Viele Details gibt es zu der angewandten Technik nicht, daher kann man auch keine genauen Aussagen treffen. Man geht aber davon aus, dass Samsungs Software zu wenig Parameter für eine "positive Erkennung" genügen. Die bekannt gewordenen Fälle deuten zumindest nicht auf Einzelfälle hin. So lässt sich das Smartphone zum Beispiel auch mit geschlossenen Augen freigeben, was bei anderen Gesichtserkennungs-Programmen ebenfalls nicht funktioniert.

Samsung muss nun die Balance finden, das Feature soweit zu verbessern, dass es noch immer schnell, aber zumindest zuverlässiger wird.

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