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Aufdringliche "Notes": Apple-Manager nerven Regisseure & Schauspieler

Von John Woll am 05.03.2019 13:37 Uhr
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Wie ist es, für Apple an einem Streaming-Dienst zu arbeiten? Geht es nach einem neuen Medienbericht, sollen Apple-Manager bis zum Firmenchef Tim Cook gegenüber Regisseuren, Autoren und Schauspielern mit eigenen Anmerkungen und Hinweisen zu Produkten und Produktionen recht aufdringlich werden.

Apple ist bei allen Details rund um seine Streaming-Plattform voll involviert

Ein Blick in das WinFuture-Apple-Special zeigt, dass der Konzern seit Jahren an einer eigenen Streaming-Plattform arbeitet. Bisher waren Details zum genauen Aufbau des neuen Angebots noch sehr rar, allerdings ist bekannt, dass Hollywoodgrößen wie Steven Spielberg und J.J. Abrams an Produktionen für den Konzern aus Cupertino arbeiten. Wie jetzt die New York Post berichtet, sollen laut beteiligten Filmschaffenden "aufdringliche Manager" das Projekt aktuell "ruinieren".

Video-on-Demand-Nutzung steigt rasant

Demnach können es "Agenten und Produzenten einfach nicht fassen", was Apple für ein schwerer Kunde sei. Mit dem nahenden Launch der Plattform seien Manager bis zum Konzernchef Cook "unklar", "aufdringlich" und würden keine Transparenz zeigen. "Tim Cook gibt Anmerkungen und mischt sich auch ein", so ein Produzent, der im Dienste von Apple stand. Demnach sei eine der häufigsten Bitten Cooks, die Sendungen nicht zu "gemein" zu machen.

Dabei schreckt Cook auch nicht davor zurück, ganz persönlich am Set von Produktionen vorbeizuschauen. "Er hat Feedback gegeben", zitiert die Post einen Produzenten, nachdem der Apple-CEO sowohl beim Set des SciFi-Dramas "See" als auch bei der Produktion einer Serie mit Reese Witherspoon und Jennifer Aniston in LA gesichtet worden war. Wie der Produzent anmerkt, arbeiten Regisseure und Autoren normalerweise gerne ohne Einmischung eines Unternehmens, Apple sei aber sehr "involviert".

Launchdatum immer wieder verschoben

Für Irritationen unter den beteiligten Kreativen sorgt demnach auch, dass Apple das Startdatum des Dienstes immer wieder verschoben hat. Dabei sollen neben Spitzfindigkeiten zu Inhalten auch Diskussionen und Ansagen zur genutzten Technologie zu Verspätungen geführt haben. Ebenso in der Schwebe sei das, "was Apple wirklich mit der Plattform will". "Sie machen große Änderungen, feuern und heuern Autoren. Es ist nicht klar, was sie wollen", so ein Produzent.

Siehe auch: Serien: Apple verfolgt mit Eigenproduktionen spezielle Strategie
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