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Längere Kabel: Bleibt das MacBook Pro 2018 vom Flexgate verschont?

Von Stefan Trunzik am 05.03.2019 12:54 Uhr
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Anfang des Jahres machte das sogenannte "Flexgate" die Runde. Dahinter verbergen sich Display-Probleme, die bei Apple MacBook Pro-Nutzern aufgrund von gebrochenen Flachbandkabeln entstehen. Nun fand iFixit heraus, dass die 2018er-Notebooks davon wohl nicht betroffen sind.

Das Problem ist einfach erklärt: Zwischen den verbauten Retina Displays älterer MacBook Pro-Modelle und ihrem dazugehörigen Display-Controller wurde scheinbar ein zu kurzes Flachbandkabel verbaut. Das flexible Kabel neigt nach oftmaligem Öffnen und Schließen des MacBooks zu Brüchen, da es an den inneren Abdeckungen reibt und so scheinbar einer zu großen Belastung ausgesetzt ist.

Eigentlich ist der Schaden leicht und günstig zu beheben

Ein Kabelbruch an dieser Stelle kommt bei Notebooks öfter vor. Zuerst zeigt sich ein so genannter Bühneneffekt, der am unteren Teil des Display eine ungleichmäßige Ausleuchtung hervorruft. Zudem ist ein flackernder Bildschirm nicht unüblich, bevor es in den meisten Fällen zu einem Komplettausfall des Kabels und somit zu einem schwarzen Bild kommt.

MacBook Pro 2018


MacBook Pro 2018

Innerhalb sowie außerhalb der Garantie fallen bei einem Austausch des Flachbandkabels höchsten ein paar Euro Materialkosten an. Apples modularer Aufbau innerhalb des MacBook Pro sorgt allerdings dafür, dass das gesamte Display ausgetauscht werden muss. Je nach Größe des Bildschirms kommen hier schnell bis zu 700 US-Dollar zusammen. Apple hat sich zu diesem Problem bisher nicht geäußert und ignoriert oder löscht gar passende Anfragen aus der Community.

Zwei Millimeter reichen aus

Die Reparatur-Spezialisten von iFixit gingen erst davon aus, dass alle MacBook Pro-Modelle seit dem Baujahr 2016 vom Flexgate betroffen sind, korrigieren aber jetzt ihre Aussage. Das Flachbandkabel der 2018er MacBook Pro-Reihe scheint zwei Millimeter länger zu sein als das seiner Vorgänger, womit das Problem einge­dämmt und das Kabel entlastet wird. Ob es sich hierbei um eine langfristige Lösung handelt, wird sich erst noch herausstellen. Am modularen Aufbau und den hohen Reparatur­kosten wurde hingegen nichts geändert.

Weiterhin betroffene Geräte:

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