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Microsofts Wunder-Hybride mit Windows 10 hatte eine 3D-Laserkamera

Von Roland Quandt am 31.01.2019 18:03 Uhr
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Was wohl passiert, wenn man Technik im Stil eines Microsoft Kinect-Sensors in ein Smartphone oder Tablet stopft? Anscheinend stellte man sich diese Frage auch in Redmond, denn nach Bekanntwerden der jüngsten Pläne zu Apples iPhones, ist nun davon die Rede, dass auch das sagenumwobene "Andromeda" von Microsoft mit einer Art 3D-Laserkamera ausgerüstet werden sollte.

Microsoft "Andromeda" war eigentlich der Versuch, eine neue Gerätekategorie irgendwo zwischen Smartphone, Tablet und Laptop zu schaffen, die die Vorteile all dieser Formfaktoren in sich vereinen und so das ultimative mobile Produktivgerät ermöglichen sollte. Dabei hatte man in Redmond abgesehen von der Verwendung mehrerer Displays und einem faltbaren Formfaktor und anderen Details auch einige abwegigere aber dennoch interessante Ideen.

Project Kinect for Azure

Wie der Microsoft-Kenner Zac Bowden nach dem Auftauchen der heutigen Gerüchte rund um die Integration einer 3D-fähigen Kameraeinheit mit Lasersensoren im iPhone der übernächsten Generation auf Twitter verlauten ließ, hatte Microsoft für "Andromeda" ähnliche Pläne. Seinen Angaben zufolge experimentierte Microsoft bei "Andromeda" mit der Integration eines speziellen Kameramoduls, das wie die künftigen iPhones 3D-Informationen erfassen sollte - ähnlich wie bei den inzwischen weitestgehend aufgegebenen Kinect-Sensoren für die Xbox.

Project Kinect for Azure

Unter anderem sollte "Andromeda" mit einer bisher unveröffentlichten App daherkommen, mit deren Hilfe der Anwender Objekte über die 3D-Kamera einlesen und in dreidimensionaler Form auf sein Gerät holen konnte. Die 3D-Objekte ließen sich dann auf diverse Arten weiter verarbeiten, wobei Microsoft anscheinend auch die Möglichkeit zur Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen im Hinterkopf hatte.

Bowden zufolge sollten "Andromeda" und das kommende HoloLens 2 Mixed-Reality-Headset sowie der Surface Hub 2 auf "seltsame und wundervolle Arten und Weisen" zur gemeinsamen Arbeit genutzt werden. Windows Mixed Reality, die Funktionen für handschriftliche Eingaben und Zeichnungen sowie einige andere Features sollten dabei die Grundlagen für die kollektive Arbeit mehrerer Nutzer schaffen, wobei er bisher keine konkreten Details nannte.

Die technischen Möglichkeiten hat Microsoft natürlich, hatte man mit Kinect doch sogar schon eine kommerziell verfügbare Kamera- bzw. Sensor-Einheit, die in der Lage war Bewegungen und Objekte im Raum zu erkennen und dank Infrarot-Lasertechnik und leistungsfähiger Software sogar genutzt werden kann, um Objekte oder ganze Räume zu erfassen und zu dreidimensionalen Modellen zu machen.

Im Mai 2018 hatte man mit dem "Project Kinect for Azure"-Sensor ein kompaktes Modul präsentiert, das mit diversen Kameras und Sensoren ausgerüstet ist. Es handelt sich um ein extrem kompaktes Bauteil, das die gesamte Sensor- und Kameratechnik beherbergt, welche bei der HoloLens der zweiten Generation verwendet werden soll. Bisher lässt aber auch das neue MR-Headset weiter auf sich warten.
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