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Niemand will viel für GameStop zahlen: Rettungsversuch gescheitert

Von Christian Kahle am 29.01.2019 15:33 Uhr
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Das Vorhaben des Spiele-Händlers GameStop, sich selbst durch einen Verkauf an Investoren zu retten, ist erst einmal gescheitert. Das Management der weltweit größten Filial-Kette in dem Segment hat alle Bemühungen in diese Richtung nun abgebrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Unternehmen.

In den letzten Monaten gab es dem Vernehmen nach Gespräche mit einer ganzen Reihe potenzieller Partner. Allerdings war von diesen kein einziger bereit, für die Kette an Spiele-Läden einen Geldbetrag hinzulegen, der auch aus Sicht des GameStop-Managements wirtschaftlich sinnvoll gewesen wäre. Offenbar gibt es hier dann doch sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was die Zukunftsaussichten angeht.

GameStop ist auch hierzulande mit zahlreichen Filialen vertreten, ähnlich sieht es in diversen anderen Ländern aus. Das US-Unternehmen ist dabei aber nicht nur von den gleichen Veränderungen betroffen, mit denen auch andere stationäre Einzelhändler zu tun haben. Die Gaming-Branche bringt gleich noch doppelte Herausforderungen an die Kette mit.

Auslaufmodell Spieleladen?

Die allgemeinen Problemen rühren aus einer massiven Verschiebung in Richtung des Versandhandels her. Insbesondere bei Videospielen hat man es immerhin mit Kunden zu tun, die ohnehin meist eine hohe Internet-Affinität mitbringen und besonders schnell dabei sind, ihre Käufe auf Plattformen wie Amazon zu platzieren. Hinzu kommt hier allerdings noch, dass digitale Güter wie Spiele immer seltener als Einzelhandels-Packungen verkauft werden. Das stärkste Wachstum entfällt auf den reinen Verkauf von Downloads.

Insofern ist natürlich fraglich, ob Filialgeschäfte in dem Bereich überhaupt noch eine Zukunft haben - und wenn ja welche. Wenn der Verkauf von Games das zentrale Geschäftsmodell ist und nicht über andere Optionen Einnahmen generiert werden können, dürfte das Sterben von GameStop-Läden schlicht immer weitergehen.

Siehe auch: GameStop: Krise vertieft sich - Spielekette will sich nun selbst verkaufen
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