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Qualcomm und Apple streiten sich jetzt über iPhone-Pressemeldung

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[o1] bebe1231 am 20.01. 11:41
+9 -3
Alles andere wäre ja auch dann kein Verkaufsverbot, wenn ich es trotzdem kaufen kann.
[re:1] PiaggioX8 am 20.01. 12:26
+2 -1
@bebe1231: Und trotzdem sind alle betroffenen iPhones verfügbar.
Vielleicht weil die iPhones schon vorher an die Provider und Reseller verkauft wurden?

https://www.telekom.de/unterwegs/smartphones-und-tablets/shop?hersteller=apple&tariff=14679

Auch 1 &1 bietet alle Applegeräte an.

Ausserdem können die Provider das Verkaufsverbot ganz einfach umgehen. Indem sie die Geräte aus Ländern importieren, die nicht vom Import betroffen sind.
So wie auch Media Markt und Saturn, die ihre Applegeräte schon bisher über Tschechien beziehen.

Von daher ist das Gerichtsurteil ein Schuss in den Ofen.

Ich kenne jetzt die Klageschrift nicht im Original Wortlaut. Aber wenn das Verkaufsverbot nur gegen Apple erwirkt wurde (obendrein nur für eine bestimmete Region), dann hat Qualkom eigentlich nichts erreicht, sondern geilt sich nur an einem Placebo auf.
Apple kann die Geräte nach wie vor produzieren und in Umlauf bringen.

Das ist wie mit der deutschen Rüstungsindustrie, die eigentlich nicht in Krisenregionen exportieren darf. Trotzdem ist Deutschland unter den Top 3 der Kriegslieferanten und in allen Krisengebieten tauchen auch deutsche Waffen in nicht geringer Zahl auf.
[re:1] Mitglied1 am 20.01. 13:10
+1 -1
@PiaggioX8: Man hat halt beim Gericht mal drüber gesprochen,und gut isset.Kaufen kannst du es weiterhin überall...Qualcomm hin oder her...
[re:2] mh0001 am 20.01. 14:47
+2 -
@PiaggioX8: Ja, so ist das halt wirklich unsinnig. Man hätte ein generelles für alle gewerblichen Händler gültiges Verbot eines Verkaufs an Endkunden erwirken müssen. Sodass die Mitarbeiter im Saturn/Mediamarkt/Handyladen usw. gezwungen sind, durch die Regale zu gehen und alle Exemplare des iPhones rauszunehmen, da ihnen selbst sonst empfindliche Strafen drohen.
Die Lieferung der vom Verkaufsverbot betroffenen iPhones an Endkunden müsste ebenfalls verboten sein (kein Onlineshop dürfte es mehr an deutsche Adressen liefern können), ebenso wie der Import aus dem Ausland an deutsche Adressen. Der Zoll müsste aus dem Nicht-EU-Ausland gelieferte iPhones einziehen.

DAS wär ein richtiges und wirksames Verkaufsverbot. Nicht wenn ich dem Tante-Emma-Laden in Hintertupfingen den Verkauf verbiete, und die Dinger da wo eh >95% des Umsatzes gemacht wird noch über die Theke gehen.
[re:1] PiaggioX8 am 20.01. 15:02
+ -1
@mh0001: So lange es keine globale einheitliche Rechtsprechung gibt, bleibt das ein Wunschtraum.
Hinzu kommt, dass viele Gerichtsurteile erst mit Verkündung rechtswirksam werden, in den seltensten Fällen aber rückwirkend gelten.
Will in diesem Fall heissen: auf die bereits verkauften Geräte hat das Urteil keinen Einfluss.
Und die Geräte die jetzt noch irgendwo rumfliegen, sind bereits alle bezahlt. Apple liefert nicht auf Komission.
Insofern hat Apple also auch recht, wenn sie behaupten alle Geräte sind noch (wohl in ausreichenden Mengen) bei Händlern und Providern verfügbar. Nur bei Apple direkt kriegst die halt nicht.
[re:1] mh0001 am 20.01. 17:10
+2 -
@PiaggioX8: Aber normalerweise bezieht sich ein Verkaufsverbot nicht nur auf die Geschäftsbeziehung Hersteller-Distributor/Zwischenhändler, sondern auch auf alle nachfolgenden.
Wenn ein Produkt weil es nicht sicher ist nicht mehr verkauft werden darf, dann dürfen ja auch die bereits an den Einzelhandel ausgelieferten Exemplare nicht mehr weiter in Umlauf gebracht werden.
Zur Not holt es die Polizei aus den Regalen raus und beschlagnahmt die Ware, wenn der Händler sich nicht daran hält.
[re:2] PiaggioX8 am 20.01. 18:21
+ -1
@mh0001: Wie erwähnt: hier besteht keine Gefahr für nichts und niemanden.
[re:3] P-A-O am 21.01. 04:05
+ -1
@mh0001: wenn es nicht sicher ist erlischt seine Betriebserlaubnis. Das ist ein kleiner Unterschied zu einem Verkaufsverbot. Und da nun mal Apple verurteilt wurde und nicht die ganzen Händler ist es auch nicht Sinn der Sache diese zu bestrafen.
[re:4] mh0001 am 21.01. 09:28
+1 -
@P-A-O: Wer sich der Vollstreckung einer gerichtlichen Anordnung in den Weg stellt wird bestraft, egal ob derjenige Gegenstand des Verfahrens war oder nicht. Das ist dann ein neues Verfahren. Ergo Verkaufsverbot - > Händler dürfen es nicht verkaufen. Wer sich drüber hinweg setzt wird bestraft.
Normalerweise sieht dieses Verfahren auch vor, dass der Hersteller alle Exemplare zurückrufen muss. D.h. die Händler kriegen ihr Geld eh wieder.
[re:5] mh0001 am 21.01. 09:31
+1 -
@P-A-O: Plagiate unterliegen auch einem strikten Verkaufsverbot. Ein Bekleidungsgeschäft darf auch keine gefälschten Joker-Hosen verkaufen, obwohl sie keine Einschränkungen durch mangelhafte Betriebssicherheit besitzen. Auch dann nicht wenn der Händler getäuscht wurde und dachte er bekommt Originale angeliefert. Ware wird trotzdem aus dem Verkehr gezogen. Eine Patentverletzung kommt einem Plagiat schon recht nahe.
[re:6] P-A-O am 21.01. 15:12
+ -
@mh0001: um Plagiate geht es aber nicht, ebenso wenig um das Eigentum von MediaMarkt, Saturn etc.
Die haben die Teile legal gekauft, punkt aus basta. Wäre ja noch schöner wenn das alle betrifft. Die Dinger wurden legal erworben und dürfen ebenso legal weiter verkauft werden. Ob Geschäftlich oder Privat steht erst mal auf einem anderen Blatt.
[o2] gettin am 20.01. 14:51
+3 -
@bebe1231: Da verstehe ich das Rechtssystem nicht ganz. Es gibt etliche Beispiele, das müssen Waren komplett aus dem Verkauf genommen werden - also auch bei allen Einzelhändlern. In diesem Fall dürfen die Geräte weiterhin über Reseller verkauft werden?
In diesem Fall könnte man doch ein Gerät entwerfen, das 1:1 dem Iphone entspricht, das an alle möglichen Reseller verkaufen bis Apple ein Verkaufsverbot erwirkt hat und dann dennoch mit einem Gewinn aus der Sache gehen, weil die Gewinne vermutlich trotzdem die Strafzahlungen übersteigen, weil ich keinerlei Forschungsaufwand hatte. Wo ist hier der Denkfehler?
[re:1] PiaggioX8 am 20.01. 15:10
+1 -1
@gettin: Hier liegt keine Gefahr für die Allgenmeinheit vor. Anders als z.B. wenn in Lebensmitteln irgendwelche gefährlichen Stoffe oder Materialien enthalten sind.
Andererseits sind die Abnehmer von Qualcom selber schuld. Denn sie haben es erst möglich gemacht, dass Quakcom quasi eine Monopolstellung hat und diese rigoros ausnutzt.
Und die Kunden tragen auch ihren Teil dazu bei. Schliesslich will man immer das vermeintlich beste im Gerät haben.
[re:2] mh0001 am 20.01. 17:16
+2 -
@gettin: Die Schadensersatzzahlungen von Qualcomm an Apple, falls Qualcomm in der Revision doch noch verliert, dürften sich deshalb auch arg in Grenzen halten. Apple muss ja dann den entstandenen Schaden durch das Verkaufsverbot auch nachweisen. Das wird schwer, wenn man die Leute die meiste Zeit über erfolgreich zu den Resellern weitergeschickt hat. Wenn jeder Interessent trotz Verkaufsverbot zu seinem iPhone gekommen ist, ist der einzige Schaden ein evtl Mehrgewinn den Apple gehabt hätte, wenn die Kunden direkt im Applestore kaufen statt bei Saturn und Co.
Dieser Schaden dürfte aber nicht mal ansatzweise so hoch sein wie die von Qualcomm hinterlegte Sicherheit, der von der Höhe eher wirkt als sei er für ein komplettes Ausbleiben jeglicher iPhone Verkäufe festgesetzt worden.
[re:1] floerido am 20.01. 18:43
+3 -1
@mh0001: Vielleicht macht Apple sogar wegen nun höherer Nachfrage ("Torschlusspanik) mehr Gewinn.

Und unter diesen Gesichtspunkten, kann man die von Apple erwarteten Verluste, die für die Sicherheit vom Gericht verlangt wurden, eher als juristischer Trick ansehen, damit Qualcomm eingeschüchtert wird.
[re:1] KoA am 21.01. 17:55
+ -
@floerido: Genau den gleichen Unsinn hattest du doch erst kürzlich vergeblich zu behaupten versucht. ;)) Auch da hatte ich dich bereits darauf hingewiesen, dass die Höhe der zu erwartenden Ausfälle und dementsprechend die Höhe der von Qualcomm zu zahlenden Sicherheitsleistungen letztendlich nicht von Apple, sondern vom Gericht festgelegt wurden. Somit kann es also gar kein "juristischer Trick" seitens Apples sein. :)
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