Jetzt auch mobil Kommentieren!

Politiker-Doxing: Einzeltäter-Theorie gerät zunehmend ins Wanken

Einen Kommentar schreiben
[o1] LoD14 am 17.01. 07:55
+2 -3
Wundert mich jetzt nicht wirklich...
[re:1] Dr. MaRV am 17.01. 08:08
@LoD14: Mich wundert es, welche Energie plötzlich in die Ermittlungen gesteckt wird. Bei der NSA war man nicht so engagiert, eher auf beiden Augen blind und am Stuhl geknebelt. Aber gut, da ging es ja nur um die Privatsphäre des gemeinen Bürgers.
[re:1] floerido am 17.01. 08:27
+ -6
@Dr. MaRV: Bei der NSA war es vielleicht etwas schwerer als hier Täter zu identifizieren.
[re:1] 0711 am 17.01. 08:40
+5 -2
@floerido: Nun man hatte Dokumente in denen man es nachlesen konnte und die waren sicher besser ausgearbeitet als das Geständnis von Orbit. Viel mehr der wille fehlte hier zur Strafverfolgung, ging ja auch anfangs nur um den pöbel, als es um mutti ging hat man sich dann unter der Hand geeinigt, unter freunden geht man ja auch nicht den rechtsweg
[re:1] floerido am 17.01. 10:05
+1 -
@0711: Gerichtsfeste beweise mit konkreter Tatzuordnung sind aber auch aus den Dokumenten schwer zu erschließen. Und natürlich wurde auch in diesen Bereichen ermittelt, nur ist das auf einer Ebene geschehen, die vielleicht nicht unbedingt so öffentlich Berichtet hat. Stichwort Abhöranlage in der amerikanischen Botschaft.
[re:2] 0711 am 17.01. 13:06
+ -1
@floerido: das Stichwort ist ein Beispiel für das duckmäuschen tum der BRD bzw EU gegenüber unserm besten verbündeten, Bad aiblingen und co gibt es ja auch und genau das geschah auch bei den Dokumenten....
[re:3] serra.avatar am 17.01. 18:20
+ -
@0711: naja die NSA sind:
a.) Verbündete
b.) Geheimdienste stehen über dem Gesetz
c.) mit Zugeständnisse unsere Regierung
d.) somit keine Verbrechen die man aufklären müsste, sondern nur dumm gelaufen das der Mob das mitbekommen hat.

Während das hier die Dummheit der wichtigen Persönlichkeiten offen gelegt hat und Amtsträger und wichtige Persönlichkeiten betraf ...
also höchste Prioritäten bei der Aufklärung benötigte.

Tja was der Mob wert ist, sollte jedem klar sein welcher seinen Kopf nicht nur dazu da ist das es bei Regen nicht in den Hals regnet.
[re:2] bear7 am 17.01. 08:51
+2 -4
@Dr. MaRV: die NSA ist eine Behörde und hat auch keine Daten veröffentlicht.
=> was die NSA tut und was sie getan hat ist fraglich!!! Dennoch gibt es einen nicht übersehbaren unterschied zwischen einer Bundesbehörde (noch dazu von einem "verbündeten") und einer privaten Person.

Dennoch, kannst du dich nur nicht mehr erinnern WIE SEHR der NSA-Skandal aufgerollt wurde...
[re:1] Priest am 17.01. 09:33
+6 -1
@bear7: wirklich? wie wurde das den aufgerollt? Ich kann mich an auch nix erinnern...
[re:1] PiaggioX8 am 17.01. 12:18
+ -
@Priest: Wurde nie richtig aufgerollt. Pofalla erklärte die Diskussion ja für beendet.
[re:2] D4rk3n3mi3 am 17.01. 13:58
+1 -
@bear7: Also für mich macht es keinerlei Unterschied, wer mich ausspioniert!
Besonders von mächtigen amerikanischen Geheimdiensten wünsche ich mir Privatssphäre wenn ich mir nichts zu Schulden kommen lassen habe, das eine Überprüfung gerechtfertigt.
Und verbündet ist auch so eine Sache, ich würde es eher unterdrückt und ausgenutzt nennen.
[o2] Fanta2204 am 17.01. 08:08
+4 -
An dieser Einzeltäter-Theorie hatte ich von Anfang an so meine Zweifel. Gerade an der schieren Masse vonn Daten-Sätzen kann man das nicht nur alleine bewältigen, das braucht ungeheuer viel Zeit. Und ob dieser Schüler die Datensätze gekauft hat, halte ich ebenfalls für rein utopisch, denn dafür wird im Dunkel-Netz richtig Kohle abverlangt. Ich glaube nicht, das er das Geld dafür hatte. Entweder er hatte Leute gehabt, die diese Hacks gemacht haben oder er wurde von Hacker ermuntert, solche Daten-Sätze zu veröffentlichen, damit die Hacker selber nicht in Erscheinung treten müssen.
[o3] Kribs am 17.01. 08:14
+2 -
Mal eine Frage, ich kenne mich damit nicht aus, könnte Er oder ein dritter eine Art Schnüffeltool genutzt haben, das automatisch nach Personenbezogenen Daten sucht?
In etwa sowas wie "ZoomInfo"?
Ist Spekulativ, ich weiß, was ich nicht weiß wie weit solche Tools beim sammeln kommen?
[re:1] 0711 am 17.01. 08:44
+2 -
@Kribs: Könnte man aber auch so ein Tool möchte entwickelt sein.

Ich halte es eher für warscheinlich das in den aktuellen ermittlungsstand zu viel hineininterpretiert wird, das umgehen von z.B. der Twitter 2 Faktor Lösung wurde relativ kurz nach der Festnahme bereits publiziert, insofern halte ich gerade vorletzten Absatz für äußerst fragwürdig was den Wahrheitsgehalt angeht.
[re:1] Kribs am 17.01. 10:12
+ -
@0711: Sorry, aber ich komme mit deinen ersten Satz nicht klar, und interpretiere ihn so, dass ein solches Tool erstmal entwickelt werden muss.
Das sind sie aber schon, die meisten Netzwerke bieten/boten auch spezielle Schnittstellen an um genau das auszunutzen, z.B. der Skandal um Cambridge Analytica.
[re:1] 0711 am 17.01. 13:04
+ -
@Kribs: für bestimmte Dienste gibt es solche Tools, gerade bei ca war da ein starker Fokus auf fb. Die Daten stammen aber aus recht breit gestreuten Quellen und mir ist da zumindest nichts bekannt
[re:2] serra.avatar am 17.01. 18:29
+ -
@Kribs: jeder Crawler macht nichts anderes, der grast das World Wide Web nach Informationen ab welche deinen Suchmuster entsprechen ... also ja das ist nicht das Problem.

Facebook Twitter und jede andere Datenbank bieten auch Schnittstellen für Abfragen an ... auch vollautomatisiert ...nicht alle sind da gut geschützt, wie man ja den News der letzten Monate entnehmen kann.

Hinzu kommen Lücken wie Spectre & Co. Hardwarelücken die sich nicht schließen lassen außer man tauscht die Hardware gegen lückenfreie Hardware aus ... die Patches dagegen können die Lücke ja auch nicht schließen, sondern erschweren nur ein ausnutzen!
[re:1] Kribs am 18.01. 09:02
+ -
@serra.avatar: Zusammengefasst, meine Spekulation ist zumindest Technisch möglich und umsetzbar.
[o4] Nibelungen am 17.01. 11:06
+2 -
Viele Leute sind Praktiker, die setzten sich vor die Kiste und legen los. Die müssen auch nichts beweisen. Bei ihm hings offenbar bei der detaillierten Beschreibung, wie es das machte.

Warum sollte er sich dazu noch schuldiger machen, als man ihm bereits vorwirft? Wer ist als Angeklagter so naiv und hackt vor den Augen der Ermittler ein Mailkonto oder einen Server?
Das wäre auch gegen die Hackerehre Handwerkszeug so einem Publikum zu verraten.

Weiß doch jeder das es eine Straftat ist. Da wollten sie ihn eher aufs Glatteis führen.
[o5] TierparkToni am 17.01. 11:55
+2 -
Ich schmuntzle gerade sehr über den "Fahndungserfolg" der Ermittler :

1. Unter den jetzt angeblich bewiesenen Un-Kenntnisstand ist der Hackerparagraph 202c StGB für den Beschuldigten nicht mehr anwendbar - wie soll er denn jetzt nun gehackt haben ??? Das muss Ihm jetzt erst einmal bewiesen werden, denn bei uns gilt diesbezüglich noch die Unschuldsvermutung, und das auch bei Geständnissen.

2. Unter den Blackhat-Hackern gibt es so etwas wir einen "Ehrenkodex" - zeige niemals einer Strafverfolgungsbehörde, wie man es angestellt hat (sonst können die Behörden das still und heimlich für sich nutzen).

3. Sollte sich an seine Seite ein gewiefter Winkeladvokat befinden, könnte dieser im Falle eines Falles sogar nachweisen, dass die Daten ja größtenteils offen und ungeschützt im Netz lagen - dann gibt es nicht einmal den Paragraphen für die Verbreitung von Geheimnissen.

4. Sollte oben genannter Winkeladvokat ein ganz Schlauer sein, kann er ja auch auf die veraltete Datenlage hinweisen, sprich dass der Datenbestand größtenteils veraltet und somit unbrauchbar ist.

Wie auch immer, es ist eine geniale Posse, die da gerade abläuft, so etwas kann sich nicht einmal ein Scripted-Reality-Autor ausdenken - aber die größere Posse liefern z.Z. m.M.n. die Ermittlungsbehörden und die jetzt wie aufgeschreckte Hühner agierenden Politiker :) !
[re:1] serra.avatar am 17.01. 18:36
+1 -
@TierparkToni: die Hackerehre ist aber nicht gerade weit oben auf der Loyalitästliste ... einiger der größten Erfolge des FBI der letzten Jahre beruht einzig und alleine darauf das ein geschnappter Hacker seine Kollegen ans Messer lieferte ...siehe Lulzsec Im aktuellen Fall war es ja auch ein "Hackerkollege" der den kleinen ans Messer lieferte.

Hacker singen wie die Nachtigal wenn es ihnen an den Kragen geht. Ich bezweifel sogar das die Ehre buchstabieren können ;p
[o6] Blubbsert am 17.01. 12:23
+ -
Ich würde ja noch einmal beim Zeugen anklopfen. So viel wissen wie der über den Täter hatte, hat der bestimmt noch mehr Insiderwissen was er nur noch nicht rausrückte.
[re:1] HarnDreieck am 17.01. 14:56
+ -
@Blubbsert: Der "Zeuge" hat garantiert nichts damit zu tun. Hier ist sein Twitter-Profil: https://twitter.com/Janomine . Wenn man sich seine Tweets so durchliest merkt man schnell, dass er keinerlei Erfahrung/Ahnung hat und nur ein "Schwätzer" ist. Das hat auch die Polizei schnell gemerkt.
[o7] PiaggioX8 am 17.01. 12:28
+ -
Moskau, Moskau - wirf die Gläser an die Wand...... ;-)

Warum soll eigentlich das BSI nun versagt haben? Sind doch in erster Linie die Politiker selbst, die deren Warnungen oder Sicherheitsvorgaben ignorieren.

Könnte natürlich auch sein dass die Quelle bei rechten Polizeizirkeln ist, oder Personen die auf das Informationsnetz der Polizei zugriff haben.
War da nicht erst was mit NSU 2.0?
[o8] DerDa81 am 17.01. 13:12
+ -
Wer sagt denn, dass er sich nicht nur dumm stellt?
[o9] Annettekrum am 17.01. 15:32
+ -
Hatte ich ja bereits angedeutet, dass es völlig unglaubwürdig ist. Wäre auch ein ziemlich dummer Hacker wenn er den Zwei-Wege-Authenfizierungs Exploit nicht Google gemeldet hätte, die würden dafür nämlich ne stattliche Summe zahlen.

Selbst im DarkNet gibt es aktuell keine Hinweise auf einen ZeroDayExploit in der 2 Faktor Authenfizierung von Google. Ich bin immer noch der Ansicht dass als "Täter" nur die Dienste übrig bleiben.
Einen Kommentar schreiben
Hoch © 2000 - 2019 WinFuture Impressum Datenschutz