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Durchsuchungen und Festnahmen bei Huawei in Polen

Von Nadine Juliana Dressler am 11.01.2019 18:41 Uhr
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Nach den Problemen für Huawei in den USA und der Verhaftung der Tochter des Gründers in Kanada gibt es nun neue Spionagevorwürfe aus Europa. In Polen ist laut der Spionageabwehr ein Mitarbeiter des Konzerns festgenommen wurden, der unter dem Verdacht steht, für den chinesischen Geheimdienst zu arbeiten.

Das haben die zuständigen Behörden in Polen am Freitag bekannt gegeben. Demnach hatte es Durchsuchungen in den Geschäftsräumen von Huawei in Danzig gegeben und mehrere Personen wurden im Anschluss verhaftet. Laut dem Bericht des Independent hatte ein Sprecher des polnischen Geheimdienstes in einer Erklärung gegenüber der offiziellen Presseagentur des Landes bestätigt, dass der chinesische Staatsbürger, der als Weijing W. identifiziert wurde, zusammen mit einem polnischen Staatsbürger verhaftet worden sei.

Über die Vorwürfe ist wenig bekannt

Die Häuser der Verdächtigen wurden bereits am Dienstag durchsucht, so heißt es. Ein Gericht hatte zudem angeordnet, dass die beiden Verdächtigen zunächst für drei Monate lang festgehalten werden. Was ihnen im Einzelnen vorgeworfen wird ist dabei noch nicht bekannt. Es heißt aber, dass der Vertriebsleiter von Huawei für den chinesischen Geheimdienst arbeiten soll. Weitere Details gibt es nicht. Im Falle einer Verurteilung müssten sie mit bis zu 10 Jahren Gefängnisstrafe rechnen.

Huawei will den Vorwürfen nachgehen

Beide haben sich laut dem polnischen Staatssender TVP für nicht schuldig erklärt.

Das chinesische Unternehmen Huawei hat bereits auf die Festnahmen reagiert und will nun selbst Untersuchungen einleiten. "Huawei hält sich an alle geltenden Gesetze und Vorschriften in den Ländern, in denen es tätig ist, und wir verlangen von jedem Mitarbeiter, dass er sich an die Gesetze und Vorschriften in den Ländern hält, in denen er seinen Sitz hat", fügte ein Sprecher des Unternehmens hinzu.

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