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Auch bei Samsung läufts nicht: Selbst die letzte Säule bröckelt jetzt

Von Christian Kahle am 08.01.2019 15:49 Uhr
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Irgendwas scheint im IT-Sektor gerade nicht so gut zu laufen. Nicht nur Apple kündigte an, in Kürze keine besonders guten Bilanzen zu präsentieren, auch Samsung Electronics schloss sich diesem Trend nun an. Das Unternehmen ließ heute verlautbaren, dass der Gewinn bei der kommenden Öffnung der Bücher wohl deutlich niedriger ausfallen wird als erwartet.

Für den Jahresvergleich könne man damit rechnen, dass der Überschuss etwa 29 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen werde, hieß es. Beim Umsatz geht es etwa 11 Prozent nach unten. Im Großen und Ganzen soll das an einer weltweit schwachen Entwicklung der Technologiebranche liegen, hieß es. Es sei also auf keinen Fall Schuld einer falschen Strategie oder schlechter gewordener Produkte, wenn man jetzt einfach mal weniger Chips verkauft bekommt, als gehofft wurde.

Die Halbleiter-Sparte hatte den Elektronikkonzern bisher in Form gehalten, nachdem erst das Geschäft mit Fernsehern und dann das mit Smartphones immer mehr Probleme bekamen, sich gegen die wachsende Konkurrenz zu behaupten. Nun steht Samsung aber eben auch vor einer Situation, in der man nicht gerade sagen kann, dass es schnell wieder besser wird. Im ersten Halbjahr dürfte es kaum eine Belebung des Halbleitergeschäfts geben, hieß es.

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Hoffen auf die Zukunft

Seitens des Samsung-Managements hofft man zumindest darauf, dass es in der zweiten Jahreshälfte dann wieder nach oben geht. Der Grund für den Optimismus ist einfach: Wichtige Abnehmer von Speicherchips werden dann beispielsweise ihre neuen Smartphone-Modelle auf den Markt bringen und hier will man vom immer weiter wachsenden Datenhunger der User profitieren.

Völlig unvorhersehbar ist in dieser Hinsicht allerdings die wirtschaftliche Entwicklung in China. Das Land ist der weltweit größte Markt für Smartphones und auch wenn Samsung hier eher nicht mit eigenen Geräten punkten kann, so liefert man doch vielfach die Flash-Bausteine für die hier verkauften Mobiltelefone. Die große Frage ist hier nun, wie sich der Handelskonflikt mit den USA weiter entwickelt und wie stark dieser sich auf den Absatz dort auswirkt.

Siehe auch: Nach Jahren des Booms: Apple gibt schwaches Geschäft offiziell zu
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