Google Drive soll endlich vor Spam im Sharing geschützt werden

Von Christian Kahle am 07.01.2019 10:07 Uhr
Der Suchmaschinenkonzern Google will endlich bessere Schutzmaßnahmen gegen Spam in seinem Cloud-Speicherdienst Google Drive bereitstellen. Schon seit geraumer Zeit lassen sich insbesondere die Sharing-Features von aufdringlichen Dritten nutzen und der Anwender hat kaum eine Chance, dem zu entgehen.

Bisher gibt es schlicht keine Möglichkeit, mit der der Anwender Kontrolle darüber ausüben könnte, welche Inhalte von anderen Nutzern mit ihm geteilt werden. Entsprechend tauchen diese Dateien stets in der allgemeinen Übersicht auf. Und auch wenn man sie dort entfernt, sind sie doch noch im Sharing-Bereich und in den Suchergebnissen enthalten. Und wenn man selbst keine Schreibrechte an den fraglichen Dateien hat, kann man sich selbst auch nicht aus dem Sharing entfernen.

Dies führt immer wieder zu Problemen. Vor allem Spammer haben diese Design-Schwäche des Dienstes für sich entdeckt und versuchen dem User so Werbung unterzujubeln. Noch unangenehmer kann die Sache werden, wenn man auf diesem Weg beispielsweise von einem Stalker kontaktiert wird - denn auch einzelne User lassen sich nicht blockieren, wie es bei vielen anderen Diensten durchaus möglich ist.

So lässt sich Google Drive als Schadware-Sandbox verwenden
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Spam-Reporting funktioniert leidlich

Die einzige Möglichkeit, die bisher noch ein wenig erfolgversprechend wirkte, war die Spam Melden-Funktion. Allerdings führte diese keineswegs dazu, dass eine unmittelbare Reaktion erfolgte. Wenn man bei Google überhaupt etwas gegen den fraglichen Nutzer unternahm, konnte das durchaus Stunden bis Tage dauern. Immerhin, so könnte man sagen, wurden die unerwünschten Inhalte wenigstens nicht automatisch auf den Rechner heruntergeladen.

Gegenüber dem Magazin How-to-Geek kündigte Google nun aber an, bald mehr gegen Drive-Spam zu unternehmen. Wie das Unternehmen in einer Stellungnahme mitteilte, funktioniere die Sharing-Funktion bei den meisten Nutzern wie erwartet - allerdings habe man erkannt, dass es auch ein Spam-Problem gibt. Daher prüfe man jetzt verschiedene Optionen, die gegen einen Missbrauch umgesetzt werden könnten. Das soll im Entwickler-Team hohe Priorität genießen. Wann allerdings mit konkreten Änderungen zu rechnen ist, bleibt erst einmal unklar.

Siehe auch: Googles neue Online-Speicher-Tarife sind Kampfansage an OneDrive
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