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"Allmacht Amazon": Der WDR geht in Reportage Jeff Bezos auf die Spur

Von Nadine Juliana Dressler am 01.01.2019 14:31 Uhr
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Amazon sammelt mit jedem Klick auf der Verkaufsplattform Unmengen an Daten und erfährt durch die Analyse mehr über die Personen, als sie selbst von sich wissen. Für einige Menschen ist das noch immer Science Fiction - für Amazon aber scheinbar nicht. Der WDR ist dem auf die Spur gegangen.

 Wenn Sie 1997 in Amazon investiert hätten...

Antworten hat der WDR vom Unternehmens-Riesen Amazon dabei selbst nicht erhalten. Es gab von Amazon nur ein paar Allgemeinsätze zur Firmenpolitik. Daher haben die Macher der Reportage Personen aufgesucht, die direkt mit Amazon und den gesammelten Datenunmengen arbeiten oder gearbeitet haben. In der Reportage geht es dabei um den Einfluss, den Amazon auf den einzelnen Käufer, aber auch auf die gesamte Gesellschaft und den freien Umgang mit persönlichen Daten hat.

Amazon ist wie eine Feuerwalze

Neben der Analyse der vielen täglich gesammelten Daten dreht es sich dabei auch um den Wandel im Einzelhandel. Amazon sei dabei für viele Unternehmen wie eine Feuerwalze, die man am Horizont sieht: Man wisse, dass etwas zerstörerisches auf einen zukomme, könne aber wenig dagegen tun.



"Amazon gibt die Richtung vor, und alle anderen versuchen mitzuhalten", erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Gerrit Heinemann in der Reportage. Er beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen auf den lokalen Handel.

Die EU ermittelt

Ein anderes Thema ist die Marktmacht, die Amazon gegen kleinere Händler in der Hand hat. Die EU und auch das deutsche Bundes­kar­tellamt haben im vergangenen Jahr Ermittlungen gegen Amazon eingeleitet.

Der WDR hat sich aber noch ganz andere Bereiche angesehen, in denen Amazon tätigt ist - wie zum Beispiel bei der Software­ent­wicklung: Amazon stellt für die US-Polizei in einem Pilotprojekt eine Gesichtserkennung zur Verfügung, die bei der Verbrechersuche hilft. Das aber bringt viele Kontroversen mit sich.

Die Reportage läuft 44 Minuten und ist nicht nur für Amazon-Kritiker sehenswert.

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