Rundfunkbeitrag: "Klärungsschreiben" geht an Millionen Nicht-Zahler

Von Nadine Juliana Dressler am 27.12.2018 16:36 Uhr
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Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist wieder auf der Jagd nach Nicht-Zahler des Rundfunkbeitrags: Dazu gibt es einen Abgleich mit den Adressen der Einwohnermeldeämter und den beim Rundfunkbeitrag hinterlegten Nutzerdaten. Man bittet jetzt per "Klärungsschreiben" um Mithilfe.

Wohin die 17,50 Euro Rundfunkbeitrag fließen

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio will laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa jetzt im großen Stil noch klären, wer in Deutschland alles noch nicht ordnungsgemäß seinen Rundfunkbeitrag zahlt (via WiWo). Und das sollen dem neuen Bericht nach noch verhältnismäßig viele Menschen sein, die bisher irgendwie durch das Raster fielen. Dazu hat der Beitragsservice einen Abgleich mit dem Datenbestand der Einwohnermeldeämter in Deutschland durchgeführt. Wer nicht in beiden Listen auftaucht, wird nun von dem Beitragsservice Post erhalten.

Datenabgleich abgeschlossen

Die benötigten Daten dafür hatten die Meldebehörden mit Stand vom 6. Mai dieses Jahres vollständig an den Beitragsservice geliefert, heißt es in dem dpa-Bericht. Der Abgleich der Daten sei mittlerweile abgeschlossen, man befindet sich jetzt in der Klärungsphase.

Bis Ende dieses Jahres werden wohl so rund 2,93 Millionen Menschen angeschrieben, bei denen es noch offene Fragen, beziehungsweise Differenzen zwischen dem Melderegister und den Daten des Beitragsservices gibt. Ins­ge­samt, so heißt es zumindest im dpa-Bericht, werden bis Ende März dann laut dem Plan der Behörde bis zu 3,6 Millionen Klärungsschreiben verschickt. Bei rund 82,8 Millionen Einwohnern in Deutschland und 40,4 Millionen Haushalten wären 3,6 Millionen Klärungsschreiben schon ein unglaublicher großer Posten - dabei hatte man sich bei der Umstellung von Rundfunk­gebühr auf Rundfunkbeitrag vor allem eine Vereinfachung bei der Erhebung versprochen.

Entsprechend strebte man weniger "Schwarzseher" an.

Rundfunkgebühren im europäischen Vergleich

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