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FBI hebt mehrere kommerzielle Anbieter von DDoS-Angriffen aus

Von Christian Kahle am 21.12.2018 10:06 Uhr
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Unter Federführung der US-Bundespolizei FBI sind dieser Tage 15 größere Anbieter von DDoS-Kapazitäten aus dem Geschäft genommen worden. Bei diesen konnten Angriffe gegen beliebige Server quasi als Dienstleistung gebucht werden. Drei Personen in den USA wurden dabei als mutmaßliche Betreiber identifiziert und müssen mit Anklagen rechnen.

Bei der Aktion arbeiteten mehrere lokale Behörden und auch eine Reihe von Technologie-Unternehmen mit dem FBI zusammen, hieß es. Und die Ermittlungen waren recht hoch aufgehängt: "DDoS-Mietdienste wie in diesem Fall sind eine signifikante nationale Bedrohung", erklärte Staatsanwalt Bryan Schroder. Dieser Bedeutung sei man mit der beschriebenen Zusammenarbeit verschiedener Organisationen gerecht geworden.

Es ging bei den Ermittlungen aber auch über diesen Rahmen hinaus, so ein Bericht von TechCrunch. Wie die zuständigen Stellen mitteilten, seien hier auch die National Crime Agency Großbritanniens und die niederländische Polizei beteiligt gewesen. Seitens der Partner in der Wirtschaft wurden Cloudflare, Flashpoint und Google hervorgehoben.

Tausende Kunden

Die DDoS-Dienste wurden unter Adressen wie downthem.org, netstress.org, quantumstress.net, vbooter.org und defcon.pro angeboten. Buchen konnte man hier nach Angaben der Behörden Kapazitäten, die bis auf 40 Gigabit pro Sekunde hochgingen. Das reicht völlig, um viele Webseiten bis zu einer mittleren Größe abzuschießen. Lediglich bei größeren Infrastrukturen kommt man mit diesen Bandbreiten nicht mehr weit.

Allein beim Portal Downthem sollen rund 2000 Kunden registriert gewesen sein. Diese sollen es zusammen auf DDoS-Angriffe auf rund 200.000 Ziele gebracht haben. Nicht in allen Fällen handelte es sich dabei aber um bösartige Attacken. Teils werden die Dienste auch von den Administratoren größerer Firmennetzwerke gebucht, um die eigene Infrastruktur einem Stresstest zu unterziehen.

Siehe auch: Betreiber des Terabit-DDoS-Tools schießen sich wahllos durchs Netz
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