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Dual-Boot-Option mit Windows 10 taucht im ChromeOS-Quellcode auf

Von Christian Kahle am 19.12.2018 09:54 Uhr
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Es gibt jetzt erste klare Anzeichen dafür, dass wir Windows 10 bald auch auf einer neuen Geräteklasse sehen werden: Den Chromebooks. Die Gerüchte um ein entsprechendes Support-Feature, das durch Google in die Plattform integriert werden muss, werden inzwischen durch entsprechende Stellen im Code der Geräte bestätigt.

Vor einigen Monaten gab es erste vage Meldungen über das so genannte "Project Campfire". Zu diesem gibt es zwar noch immer keine offizielle Verlautbarung seitens des Herstellers, dafür aber dann doch verschiedene Code-Commits zum Betriebssystem der Chromebooks. Das ChromeOS wird dabei mit einer Dual-Boot-Funktion ausgestattet, über die die Anwender sich beim Start des Gerätes zwischen zwei oder mehr installierten Betriebssystemen entscheiden können.

Aus der Codebasis geht nach Analysen der Kollegen von AboutChromebook ferner hervor, dass bisher nur "Eve" mit der Dual-Boot-Option getestet wurde. Dabei handelt es sich um den Codenamen für das im letzten Jahr veröffentlichte Pixelbook von Google selbst. Zumindest liegt ausschließlich dessen Firmware mit einer Campfire-Integration vor. Das dürfte sich aber ändern, bis Google eine offizielle Ankündigung herausgibt.

Google stellt das Pixelbook und den Pixelbook Pen offiziell vor

Nur für bessere Hardware

Allerdings wird die Dual-Boot-Option mit Windows 10 weiterhin nicht für alle Chromebooks zur Verfügung stehen. Vielmehr bleibt das Feature den höherklassigen Geräten vorbehalten - denn nur diese bringen überhaupt die Ressourcen mit, um als eigenständiger Windows-Rechner arbeiten zu können. Das betrifft schon den Speicherplatz: Für eine parallele Windows 10-Installation werden 40 Gigabyte an Speicherplatz vorausgesetzt - die zahlreichen billigen Chromebooks, mit denen Google vor allem im Bildungsbereich punktet, verfügen von Haus aus nur über 32 Gigabyte Flash-Speicher.

Bei der Integration der Möglichkeit, zwischen verschiedenen Betriebssystemen zu wählen, muss nicht nur der Bootloader entsprechend angepasst werden. Auch im Security-Layer der Geräte - konkret im TPM-Chip - müssen Anpassungen vorgenommen werden, damit Windows 10 auch als legitimes Betriebssystem anerkannt wird.
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