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BSI hat keine Bedenken oder gar Beweise im "Spionagefall Huawei"

Von Nadine Juliana Dressler am 16.12.2018 11:37 Uhr
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich jetzt zum Streit um die Spionagevorwürfe gegen das chinesische Unternehmen Huawei zu Wort gemeldet. In einem Interview erklärte der BSI-Chef Arne Schönbohm, dass man für drastische Maßnahmen wie in den USA hierzulande derzeit keine Beweggründe habe.

"Für so gravierende Entscheidungen wie einen Bann braucht man Belege", erklärte Arne Schönbohm in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin Spiegel. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hält aktuell Huawei nicht für ein eklatantes Sicherheitsrisiko für die Telekomunikations-Branche - ganz anders, als das die Geheimdienst-Allianz "Five Eyes" mit Vertretern aus den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland öffentlich diskutieren.

Keinerlei Belege

Laut BSI gibt es nach den Erkenntnissen des Bundesamts keinerlei Belege, die eine Warnung vor der Nutzung von Huawei-Technologie in Deutschland rechtfertigen würden. Dabei schauen die Sicherheitsexperten schon seit längerem sehr genau hin.

Laut dem Bericht des Spiegels hatte der Telekom-Vorstand sich schon Anfang des Jahres beim BSI erkundigt, inwieweit das BSI die Meldungen der US-Behörden teilt. Auch damals gab es schon die noch interne Einschätzung, dass man keinerlei belastbare Erkenntnisse gewonnen habe. Sollte sich das allerdings ändern, wird das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die betroffenen Unternehmen kontaktieren, die vielleicht fragwürdige Technik in Deutschland einsetzen. Bisher ist eine solche Meldung ausgeblieben.

Sicherheitslabor

Huawei selbst wehrt sich seit längerem gegen den Vorwurf, dass das Unternehmen im Auftrag der chinesischen Regierung Hintertüren in ihre Produkte einbauen würde, um diese für Spionagezwecke frei zugänglich zu machen.

Um dies zu bekräftigen, übt sich der chinesische Konzern auch in Offenheit: Erst im vergangenen Monat hatte Huawei ein sogenanntes Sicherheitslabor in Deutschland eröffnet. Dort können deutsche Kunden Einblick in die Quellcodes von Huawei bekommen, um sie selbst auf Schwachstellen oder Hintertüren zu überprüfen.

Download Spybot Anti-Beacon for Windows 10 - Anti-Spionage-Tool Siehe auch:
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