Smartphone-Flaute: Sony streicht 25 Prozent der Stellen in Schweden

Von Roland Quandt am 12.12.2018 17:52 Uhr
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Der japanische Elektronikriese Sony setzt bei seiner Mobilgerätesparte erneut den Rotstift an. Ausgerechnet in der ehemaligen Heimat von Sony Mobile soll rund ein Viertel der dortigen Belegschaft seinen Hut nehmen. Hintergrund sind schlechte Verkaufszahlen heißt es.

Wie das schwedische Magazin 8till5 berichtet, hat Sony die Streichung von 200 Stellen bei Sony Mobile in der Stadt Lund in Südschweden bestätigt. Außerdem soll eine bisher unbekannte Zahl von externen und freien Mitarbeitern nicht mehr für die Niederlassung des Unternehmens in Lund arbeiten. Bis Ende März 2019 soll der Stellenabbau abgeschlossen sein.

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Sony begründet die Streichung der 200 Stellen in Lund, wo bisher ohnehin schon nur noch 800 Mitarbeiter des Konzerns an neuen Smartphones arbeiten, mit dem Ziel, die Kosten seiner Mobilgerätesparte zu reduzieren. Innerhalb von zwei Jahren sollen die Kosten bei Sony Mobile um 50 Prozent sinken. Dabei setzt der Konzern neben den Entlassungen auch auf eine stärkere Integration seiner Sparten und eine höhere Effizienz.

Lund war bis zur vollständigen Übernahme durch Sony das Hauptquartier des Handyherstellers Sony Ericsson und hatte dadurch schon in den letzten Jahren viele Mitarbeiter eingebüßt. Der Großteil der neuen Entlassungen soll mit Entschädigungen erfolgen. Neben reinen Hardware-Spezialisten sollen auch andere Positionen gestrichen werden.

Sony hat vor allem mit sinkenden Verkaufszahlen seiner durchaus attraktiven Xperia-Smartphones aufgrund relativ hoher Preise und einer steigenden Dominanz von asiatischen Marken wie Samsung, Huawei und OPPO bzw. Xiaomi zu kämpfen. Für das Jahr 2018 geht man aktuell von nur noch rund sieben Millionen verkauften Geräten aus, nachdem im letzten Jahr noch rund 13,5 Millionen Xperia-Telefone über die weltweiten Ladentheken gingen.
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