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Vodafone: Nächste Ausbaustufe mit Gigabit-Downstreams ist fertig

Von Christian Kahle am 12.12.2018 16:17 Uhr
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Der Telekommunikationskonzern Vodafone hat seinen DOCSIS 3.1-Ausbau ein weiteres Stück vorangebracht und die Zahl der versorgten Haushalte deutlich gesteigert. Die Technologie ist nun unter anderem auch in Berlin verfügbar und insgesamt kann man nun etwa 6 Millionen Haushalte mit dem aktuell höchsten Tarif versorgen.

Das bedeutet konkret, dass in den fraglichen Regionen Downstream-Bandbreiten von bis zu einem Gigabit verfügbar sind. Die Umstellung soll nun weiter vorangebracht werden. Vodafone will bis zum Ende des kommenden Jahres 11,1 Millionen Haushalte mit dem Gigabit-Tarif versorgen können, 2021 soll dann das gesamte Netz mit DOCSIS 3.1 ausgestattet sein.

Dabei wird Vodafone im Marketing allerdings etwas übermütig. Man verweist darauf, dass der Ausbau richtiger Glasfaser-Verbindungen viel zu langsam vorankommt und bietet sich als Alternative an. "Das EU-weite Ziel, bis 2025 eine flächendeckende Breitband-Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen zu realisieren, wird mit einem reinen Glasfaserausbau nicht zu schaffen sein", hieß es.

Kein Glasfaser-Ersatz

Allerdings bringt da der Rückgriff auf die Kabel-Infrastruktur letztlich nicht die entscheidenden Vorteile, da hier nur im Downstream extrem hohe Bandbreiten möglich gemacht werden können. Der Rückkanal fällt immer weiter zurück. Zwar bietet Vodafone im Gigabit-Tarif eine Upload-Bandbreite von 50 Megabit pro Sekunde an, im direkten Verhältnis ist das aber eben nur 5 Prozent dessen, was einen echten Gigabit-Anschluss über Glasfaser ausmachen würde. Für diverse Anwendungen beim Privatnutzer - wie etwa der Empfang mehrerer 4K-Videostreams im Haushalt - mag das reichen, neue Dienste, mit denen man in einem Gigabit-Netz rechnet, werden so aber kaum entstehen.

Vodafone berechnet für den Kabel-Tarif mit Gigabit-Downstream derzeit eine Monatsgebühr von 69,99 Euro. Wer einen neuen Vertrag abschließt, zahlt im ersten Jahr allerdings nur 19,99 Euro. Hier kann man sich dann nach den zwölf Monaten entscheiden, ob man wirklich den schnellsten Tarif braucht oder doch lieber etwas weniger ausgibt und geringere Datenraten hinnimmt.

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