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Sechs Monate Drama: Nasa gibt nicht auf, Opportunity zu reaktivieren

Von John Woll am 10.12.2018 14:10 Uhr
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Vor einem halben Jahr hat der wohl berühmteste Marsrover "Opportunity" kurz vor dem Start eines der größten Stürme auf dem Mars ein letztes Signal gesendet. Sechs Monate später hat die Nasa viele Versuche unter­nommen, eine Verbindung zu erreichen. Jetzt betonen die beteiligten Wissen­schaftler noch einmal, dass man die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat.

Opportunity scheint aktuell nicht fit genug fürs Funken

Der Rover Opportunity war für die Nasa weit über seine geplante Laufzeit hinaus ein unschätzbar wertvolles Werkzeug für die Erforschung des Mars. Nachdem der Rover mehrere Marsstürme überstanden und sich stets zurückgemeldet hatte, hatte eine der bisher heftigsten registrierten Wetterlagen auf dem roten Planeten die Funksignale vor einem halben Jahr verstummen lassen. Seitdem spielt sich ein echter Krimi um die Kontaktaufnahme zu Opportunity ab.

Die Nasa versucht seit der Trennung unentwegt, schwache Signale des Marsrovers aufzufangen. Mitte November war dann große Hoffnung aufgekommen, da die Wissenschaftler in einem Signal zunächst Opportunity erkannten. Später stellte sich allerdings zum großen Bedauern der Beteiligten heraus, dass man sich bei der Interpretation der Signale wohl getäuscht hatte: "So gerne wir sagen würden, dass es ein #OppyPhoneHome-Moment war, haben weitere Untersuchungen gezeigt, dass es keine Übertragungen von Opportunity waren", schrieben die Forscher bei Twitter.


Die Hoffnung stirbt nicht

Vorerst heißt dieser Rückschlag aber nicht, dass die Nasa nicht weiter versuchen wird, mit Opportunity Kontakt aufzunehmen. "Wir vermissen Opportunity und wären mehr als glücklich, ein verifiziertes Signal mit euch zu teilen. Wir arbeiten weiter daran, die Kommunikation wiederherzustellen", zeigt sich das Team laut heise weiter motiviert. Wie die Nasa ausführt, verfolge man dabei durchaus eine klare Strategie.

Opportunity wird aktuell kontinuierlich über Deep Space Network angefunkt, darüber hinaus machen sich die beteiligten Forscher gute Hoffnung, dass ihnen auch das Wetter auf dem Mars in die Karten spielen könnte: "Die Winde am Aufenthaltsort könnten zunehmen und in den kommenden Monaten den Staub von den Solarpanelen des Rovers abblasen", so die NASA zuversichtlich. Allerdings macht auch die Nasa klar: "Sollte sich Opportunity noch einmal melden, heißt das nicht, dass er auch wieder seine Arbeit aufnehmen wird."
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