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Amazon: Alexa kann jetzt auch bei uns mehrere Nutzer unterscheiden

Von Christian Kahle am 07.12.2018 14:48 Uhr
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Amazon hat eines der größten KI-Features für seinen Sprachassistenten Alexa jetzt auch für die deutschen Nutzer freigegeben: Das System kann jetzt die Stimmen verschiedener Nutzer voneinander unterscheiden - was vor allem dann zum Tragen kommt, wenn personalisierte Dienste über das System angesprochen werden.

Bevor ein Nutzer das Feature verwenden kann, muss Alexa erst einmal auf die Stimme des Users konditioniert werden. Das funktioniert nur über die entsprechende App, in der ein entsprechendes Trainingsprogramm bereitsteht. Hier hat der Anwender dann einige Sätze vorzulesen. Das Spracherkennungssystem analysiert dann bestimme Merkmale der Stimme und kann sie anschließend mit dem Profil des Anwenders verknüpfen.

Das ist beispielsweise praktisch, wenn man Amazon Music Unlimited im Familien-Tarif abonniert hat. Sagt man ohne nähere Spezifikation, dass Alexa anfangen soll Musik zu spielen, erklingen Titel, die das System dem Geschmack des jeweiligen Anwenders zugeordnet hat. Weiterhin bekommen Nutzer so persönliche Erinnerungen und Zusammenfassungen angesagt.

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Neue Features kamen lange nicht

Auch wenn diese Sachen bereits recht praktisch sind, muss man anmerken, dass die Breite der Unterstützung von Skills sich doch in Grenzen hält. Wer beispielsweise andere Musik-Dienste nutzt, kommt nicht in den Genuss einer personalisierten Steuerung. Und das ist nun schon eine ganze Weile so. Immerhin hat Amazon die Stimmunterscheidung in den USA bereits vor einem Jahr bereitgestellt und konnte da schon das gleiche Leistungsspektrum anbieten.

Dafür ist das Feature auch nicht nur auf Endgeräte von Amazon selbst beschränkt. Auch Lautsprecher und andere Systeme von Drittherstellern, die an die Amazon-Cloud angebunden sind, können mit dem Feature arbeiten. Welche weiteren Schritte hier geplant sind, ist aktuell noch unbekannt. Sinnvoll wäre beispielsweise die Möglichkeit, dass Alexa nur noch auf die Stimme eines oder mehrerer bestimmter Nutzer anspringt. Das würde verhindern, dass der Sprachassistent immer wieder versehentlich anspringt, wenn im Fernsehen, einem Hörbuch oder Podcast der Name Alexa genannt wird.
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