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Windows 10: Intel Grafiktreiber künftig nur noch über den Store

Von Roland Quandt am 30.11.2018 15:19 Uhr
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Der Prozessorhersteller Intel hat bekanntgegeben, dass man ab sofort die Treiber für die in seinen Chips integrierten Grafiklösungen nur noch in Form von sogenannten Universal Windows Drivers (UWD) ausliefern wird. Für den Bezug der Treiber ist somit immer eine Internetverbindung nötig.

Wie Intel mitteilte, stellt man bei der Auslieferung von Treibern für aktuelle Grafiklösungen voll auf die sogenannten Universal Windows Drivers um. Den Anfang macht man mit einer jüngst erschienenen Version, die für alle aktuell noch unterstützten Intel-GPUs verwendet wird. Für die Kunden bedeutet dies, dass sie laut Intel nun auf die Installation der Treiber aus einem ZIP-Archiv verzichten sollen.

Universal Windows Drivers sind ein von Microsoft entwickeltes System zur Auslieferung von Hardware-Treibern, bei dem die Entwickler nur ein einziges Treiberpaket erstellen, das über verschiedene Arten von Systemen hinweg verwendet wird. Dabei kann es sich um Embedded-Systeme, Laptops, Desktops und Tablets gleichermaßen handeln. Das neue Treiberformat ist zudem über alle Varianten von Windows 10 hinweg nutzbar, also auch bei Windows 10 im S-Modus.

Intel will seine Treiber künftig ausschließlich in Form von Universal Windows Drivers anbieten, so dass die zuvor erschienenen Versionen künftig als veraltet gelten. Mit der jüngsten Version wird unter anderem eine Funktion zum automatischen Spiele-Tuning verbessert und es hält Unterstützung für 12 weitere Spiele Einzug. Ausführliche Informationen stellt Intel über seine Release Notes zur Verfügung.

Intel warnt ausdrücklich davor, in Verbindung mit Windows 10 Version 1809, also dem Windows 10 Oktober 2018 Update, die Installation von Treibern über die *.inf-Datei bzw. die "Treiber-Disk wählen"-Funktion vorzunehmen, weil dadurch Probleme in Sachen Systemstabilität auftreten können. Wer also die aktuellste Version von Windows 10 nutzt, sollte auch die UWD-Installation durchführen.

Gerade für professionelle Anwender und Administratoren ist durch die Verwendung von UWD-Paketen die Zeit der Installation der Treiber ohne Internetverbindung vorbei. Weil die Treiber über den Windows Store verteilt werden, muss das jeweilige System auch über eine Internetverbindung verfügen, um die Software von Microsofts Servern zu beziehen.

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