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Uber versucht es jetzt mit Fahrrädern - Vermietung startet in Berlin

Von Christian Kahle am 28.11.2018 14:06 Uhr
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Die klaren Regelungen zur gewerblichen Personenbeförderung in Deutschland untersagen es dem US-Fahrtendienst Uber, hierzulande seinen Kern-Service anzubieten. Alternativ setzt das Unternehmen daher nun auf die Vermietung von Elektro-Fahrrädern. Der Markteinstieg in Berlin dürfte aber einmal mehr eine ziemlich komplizierte Sache werden.

Im US-Heimatmarkt bietet Uber unter dem Namen Jump schon seit einiger Zeit einen Service an, über den Fahrräder ausgeliehen werden können. Nach einer Vorstellung im Sommer startet nun tatsächlich auch hierzulande ein Ableger des Angebotes. Allerdings geht Uber dabei nicht gleich in die Vollen, sondern erprobt die Akzeptanz erst einmal in einem kleineren Rahmen, wie aus einem Bericht des Tagesspiegels hervorgeht.

Erst einmal wird Uber rund hundert E-Bikes im und um den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg platzieren. Welche Ziele man sich dabei setzt, wird nicht näher erläutert - allerdings sollten diese wohl nicht zu hoch angesetzt sein. Denn der beginnende Winter ist nicht gerade ideal für einen Fahrrad-Verleihdienst. Und Uber ist in Berlin auch nur einer von vielen Anbietern. Nachdem im Sommer zwei Dienste - Obike und Ofo - Pleite gegangen sind, bleiben jetzt noch fünf Stück übrig. Hinzu kommt ein stationsgebundenes Angebot. Allerdings bietet nur einer von diesen auch Fahrräder mit Unterstützung durch einen Elektromotor an.

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Sollte schon früher losgehen

Dem Vernehmen nach sollen "logistische Herausforderungen" dazu geführt haben, dass der etwas ungünstige Starttermin genommen werden musste. Eigentlich wollte Uber nämlich schon im Spätsommer loslegen. Das kann man dann aber noch beim eigentlichen Start nachholen: Der Regelbetrieb in größerem Stil soll ohnehin erst im Laufe des kommenden Jahres losgehen.

Jump selbst ist allerdings keine Erfindung von Uber selbst, sondern war eigentlich ein eigenständiger Anbieter. Der Fahrdienst hatte diesen vor einigen Monaten dann für 200 Millionen Dollar übernommen - sicher auch als Ergänzung für Regionen, in denen man Probleme hat. Hierzulande ist Ubers Kerndienst Pop angesichts fehlender Zulassungen für die Personenbeförderung und mangels Taxi-Lizenzen schlicht illegal.

Siehe auch: Uber und Co. als Lösung für Verkehrsprobleme? Ganz im Gegenteil
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