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QLC-NAND macht es günstiger: Samsung stellt SSD 860 QVO offiziell vor

Von John Woll am 27.11.2018 18:16 Uhr
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Nach unzähligen Vorberichten hat jetzt Samsung seine neuen SSD Modelle der Serie 860 QVO offiziell vorgestellt und damit einen neuen Speichertypen für den Start im Dezember angekündigt. Wie Samsung betont, will man mit dem neuen Angebot einen Grundstein für SSDs mit Kapazitäten im Terabyte-Bereich setzen, die preislich wettbewerbsfähig zu HDDs sind. Der eingesetzte QLC-Flash verringert die Fertigungskosten und damit die Preise.

Jetzt hat Samsung seine SSDs mit QLC-Flash offiziell vorgestellt

Eine Premiere kann man bei Samsung heute nicht feiern - wir hatten unter anderem unter der Überschrift "QLC-Flash macht es billiger: Crucial stellt seine erste PCIe-SSD P1 vor" darüber berichtet, dass andere Hersteller schon Produkte mit QLC-Flash am Markt haben. Mit der Vorstellung der neuen SSD-Serie 860 QVO macht es der südkoreanische Konzern jetzt aber nach Monaten der Vorberichte endlich selbst offiziell: Bald hat man auch SSDs mit dem neuen QLC-Speicher der 64-Layer-Generation (V-NAND v4) im Angebot. Die 860 QVO wird ab Dezember weltweit erhältlich sein und erscheint in den Kapazitäten 1 TB (UVP 159,99 Euro), 2TB (UVP 309,99 Euro) und 4TB (UVP 619,99 Euro).


Mit dem neuen Namenskürzel "QVO", kurz für "Quality and Value Optimized", will Samsung einen Hinweis darauf geben, dass die Karten dank des Einsatzes der neuen Speichermodule günstiger produziert und angeboten werden können. Der Konzern gibt an, dass man mit dem neuen QLC-NAND 1 Terabit Daten pro Die erreichen kann - wie Computerbase in seinem Bericht schreibt, werden für den gleichen Speicherplatz in den neuen SSDs damit weniger Chips benötigt.

Genau das könnte aber auch Nachteile mit sich bringen, die dazu führen, dass die neuen Speicher nur mit großen Kapazitäten verfügbar sind: Die SSD-Leistung wird maßgeblich durch parallele Zugriffe beeinflusst, was SSDs mit mehr Speicherchips oft schneller macht als baugleiche Modelle mit weniger Speicherplatz. Es kann nur vermutet werden, dass sich Samsung aus diesem Grund dazu entschieden hat, die 860 QVO erst ab 1 TB anzubieten.

Nachteile vorhanden

Eine weitere Schwäche der neuen QVO-Modelle sollte für normale Nutzer im Alltag aber kaum zum Tragen kommen: Laut Leistungsdaten können bis zu 550 MB/s lesend, 520 MB/s schreibend und bis zu 97.000 IOPS in der Spitze erreicht werden, dies gilt allerdings nur bei der Nutzung des SLC-Cache, Samsung tauft diesen TurboWrite. Bei regulären Transfers sollten Nutzer hier aber kaum an die Grenzen stoßen: Alle Modelle bieten einen festen SLC-Cache von 6 GB, der dynamisch um 32 GB beziehungsweise 72 GB erweitert wird.

Einzig der dynamische Cache kann durch den Füllstand der SSD beeinflusst werden. Beim 1-TB-Modell kann der ab 168 GB verbliebenem Speicherplatz nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, bei den Modellen mit 2 und 4 TB ist ab 312 GB Restkapazität Schluss. Sollen jetzt Datenmengen über 6 GB verschoben werden, fällt die Schreibrate laut Samsung auf 80 MB/s beim 1-TB-Modell und 160 MB/s bei den größeren Modellen.

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