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Potter und Pokemon: Samsung holt sich Exklusives von Niantic

Von Christian Kahle am 27.11.2018 12:32 Uhr
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Samsung muss etwas tun, um die führende Stellung im Smartphone-Markt zu sichern - und hat dafür wohl einen beliebten Spiele-Hersteller als passenden Partner ausgemacht. Die Südkoreaner wollen 40 Millionen Dollar in das Unternehmen Niantic investieren, das vor allem durch sein Augmented Reality-Game Pokemon Go berühmt wurde.

Das britische Magazin The Inquirer will nun aus informierten Kreisen erfahren haben, dass ein entsprechender Deal binnen der kommenden Wochen unterschriftsreif sein und dann offiziell verkündet werden könnte. Dieser soll dann im ersten Schritt die Option beinhalten, dass Samsung schonmal Niantic-Spiele auf seinen Smartphones ab Werk vorinstalliert. Einen solchen Deal hatte man auch schon mit Epic Games, dessen Titel Fortnite ebenfalls auf einigen neuen Samsung-Smartphones enthalten ist.

Es soll aber noch deutlich weitergehen. Den Quellen zufolge soll Niantic ein exklusives Spiel auf Basis von Harry Potter für Samsung entwickeln. Dieses soll beispielsweise so funktionieren, dass die Nutzer den S-Pen-Stylus als Zauberstab zum Einsatz bringen. Unklar ist dabei noch, ob es in den Gesprächen um ein komplett neu entwickeltes Game geht oder aber um eine entsprechende Anpassung des Titels "Harry Potter: Wizards Unite", der im kommenden Jahr veröffentlicht werden soll und dem Erfolgs-Spiel Pokemon Go wahrscheinlich in vielen Belangen ähnlich ist.

Niantic: Pokemons laufen in AR-Umgebung hinter Gegenstände

Auch Ingress ist Thema

In dem Deal mit Samsung soll aber auch Ingress eine Rolle spielen. Dabei handelt es sich um das erste Spiel von Niantic, mit dem das Unternehmen zwar noch keinen überragenden Erfolg hatte, aber eben doch entscheidende Grundlagen für das technisch darauf aufbauende Pokemon Go schuf.

Ein entsprechendes Abkommen hätte für Samsung den Vorteil, dass man an Inhalte kommen würde, mit denen man sich von anderen Smartphone-Anbietern besser abheben kann. Angesichts dessen, dass der Marktführer insbesondere aus China immer mehr Druck bekommt, wäre das eine ziemlich wichtige Sache. Auf der anderen Seite benötigt Niantic zusätzliches Kapital, um das Unternehmen letztlich fit für einen erfolgreichen Börsengang zu machen.
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