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Amazon: Cloud-Anbieter geht mit eigenem ARM-Prozessor an den Start

Von Sebastian Kuhbach am 27.11.2018 15:13 Uhr
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Amazon ist bekanntermaßen der größte Cloud-Anbieter der Welt. Die Tochter des Handelskonzern-Riesen, Amazon Web Services (AWS), entwickelte jetzt einen eigenen ARM-Server-Prozessor für seinen Cloud-Geschäftsbereich und verspricht sich dadurch erhebliche Kosteneinsparungen.

Der neue AWS-ARM-Prozessor mit dem Namen Graviton wurde offiziell von Peter DeSantis, Verantwortlicher für Infrastruktur bei Amazon Web Services, vorgestellt. Der Anbieter erhofft sich dadurch Kostenersparnisse um 45 Prozent bei bestimmten Workloads (z.B. bei Webservern).

AWS wird neue EC2 A1-Berechnungsinstanzen auf Basis dieses Graviton-Prozessors anbieten. Die Verwendung der amazon-eigenen ARM-Prozessoren soll die meistens gebräuchlichen, aber energieaufwendigeren Intel-basierten Berechnungseinheiten, überflüssig machen.

AWS verzeichnet 46 Prozent Zuwachs

Das Geschäft im Infrastructure as a Service (IaaS) wächst rasant. 46 Prozent Zuwachs verzeichnete AWS im dritten Quartal 2018 (zum Vergleich: 10 Prozent waren es beim Amazon Online Store), berichtet das US-Network CNBC.

Energiezufuhr und Server-Einrichtungen erfordern jedoch schon jetzt in der beschleunigenden Branche große Mengen an Ressourcen. Eine Reduzierung vor allem der aufzubringenden Energie ist ein wichtiger Faktor für die Finanz- aber auch die Umweltbilanzen. Amazon konkurriert hier seit Längerem mit Microsoft, Google und anderen IT-Konzernen, um kostensparende Cloud-Strukturen zu etablieren.

Neue AWS-ARM-Prozessoren vorerst in USA und Europa

Die EC2 A1-Instanzen können Anwendungen ausführen, die für Amazon Linux, Red Hat Enterprise Linux und Ubuntu geschrieben wurden. Zum Start sollen die AWS-ARM-Server-Prozessoren in den Regionen US-Ost (Nord-Virginia und Ohio), US-West (Oregon) und in Irland verfügbar sein.

Microsoft plant derzeit nicht die Entwicklung individuell entwickelter ARM-Server-Prozessoren, arbeitet jedoch seit mehreren Jahren mit Branchenführern wie Qualcomm bei ARM-basierten Serverchips zusammen.
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