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Wertvollste Firmen: Apples Vorsprung gegenüber Microsoft ist dahin

Von Roland Quandt am 26.11.2018 20:32 Uhr
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Microsoft hat heute zum ersten Mal seit acht Jahren dem US-Computerkonzern Apple den Rang als wertvollste Firma der Welt abgelaufen - allerdings nur für kurze Zeit. Mittlerweile liegen wieder ein paar Milliarden US-Dollar zwischen den Aktienwerten der beiden Konzerne.

Zum ersten Mal in acht Jahren hat Microsoft im Lauf des heutigen Handelstages Apple in Sachen Börsenwert hinter sich gelassen. Der Gesamtwert der Aktien des Softwarekonzerns erreichte zwischenzeitlich einen Höchststand von 812,93 Milliarden Dollar, während Apples Marktwert auf 812,60 Milliarden Dollar fiel. Aktuell hat Apple allerdings wieder die Nase vorn.

Apple hatte Microsoft im Jahr 2010 in Sachen Börsenwert überholt, wobei Medien wie die New York Times damals davon sprachen, dass damit eine Ära zu Ende ginge und eine Neue beginne. Zwar hat die Apple-Aktie in den letzten Jahren weiter deutlich zugelegt, so dass der iPhone-Hersteller es einige Zeit sogar auf einen Börsenwert jenseits der Marke von einer Billion Dollar brachte, doch seit kurzem sieht es nicht mehr so rosig aus.

Apples Probleme sind für Microsoft ein Segen

So liegt es letztlich zum Großteil auch nicht an Microsoft, dass der Börsenwert der Redmonder jenen von Apple heute kurzzeitig überstieg. Vielmehr sind es die schwächelnden iPhone-Verkäufe, die die Finanzwelt skeptisch gemacht haben. Innerhalb weniger Wochen hat die Apple-Aktie stark an Wert verloren, wobei auch Apple selbst vor einem schwierigen Weihnachtsgeschäft warnte und seine Prognosen senkte.

Zuletzt war dann auch noch zu hören, dass Apple die Preise seiner jüngst zu weiter gestiegenen Preisen in den Markt gestarteten neuen iPhone-Generation teilweise nach unten korrigieren würde. Außerdem berichteten Quellen aus der Industrie, dass Apple die Bestellungen bei seinen Zulieferern reduziert hat und obendrein die Produktion des iPhone X wieder aufnehmen ließ.

Microsoft kann hingegen auf eine ordentliche "Performance" seines Aktienkurses zurückblicken, was wohl an der Neuausrichtung auf Cloud-Dienste und das vergleichsweise sehr breite Produktportfolio rund um Windows, Xbox, Surface und seinen Cloud-Services liegt. Während Apple rund 60 Prozent seiner Einnahmen aus dem Verkauf von iPhones erwirtschaftet, ist Microsoft also deutlich breiter aufgestellt. Die Redmonder hatten in den letzten Monaten auch Google und Amazon in Sachen Börsenwert hinter sich gelassen.

sentifi.com

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