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InSight Landung im Livestream: Deutscher Highend-Bohrer bald am Ziel

Von John Woll am 26.11.2018 15:43 Uhr
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Nach einem halben Jahr Reise steht für die Nasa-Sonde InSight bald der Anflug auf das endgültige Ziel bevor: der Mars. Der Lander, der anders als die Rover seinen Landeplatz nicht mehr verlassen wird, hat unter anderem einen Bohrer aus Deutschland mit an Bord, der einen bisher unerreicht tiefen Blick in die Marsoberfläche erlauben soll.

So tief haben wir noch nie in den Mars geschaut

Im Mai dieses Jahres hatte die Sonde seine Reise angetreten, nach gut 485 Millionen Kilometern ist jetzt das Ziel zum Greifen nah. An diesem Montag - ungefähr um 21 Uhr MEZ - soll die Nasa-Sonde InSight mit ihren vier ausklappbaren Federbeinen auf der Marsoberfläche aufsetzen. Wie die Nasa betont, ist dieses Manöver auch nach mehreren Missionen dieser Art immer noch keine Routine - mit InSight versucht man sich an der ersten Landung auf dem roten Planeten seit der Ankunft von Curiosity im Jahr 2012.

NASA Mission InSight


NASA Mission InSight

Wie die amerikanische Weltraumagentur in ihrer aktuellen Mitteilung zum Anflug auf den Nachbarplaneten mitteilt, fällt die Erfolgsquote aller bisher durchgeführten Marslandungen bisher eher mager aus. So konnten nur rund 40 Prozent der weltweit gestarteten Mars-Missionen auch tatsächlich auf dem Planeten aufsetzen - oder diesen sogar nur erreichen. Die tatsächliche Landung von InSight wird nur rund 6 Minuten dauern und kann heute im Livestream der Nasa verfolgt werden - wir liefern euch im Anschluss alle verfügbaren Links zur Übertragung:


Mit einem deutschen Bohrer an Bord

Eines der wichtigsten wissenschaftlichen Instrumente, die InSight auf die Marsoberfläche bringt, trägt den offiziellen Namen HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package). Dabei handelt es sich um einen rund 3 Kilogramm schweren Highend-Bohrer, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt worden war. HP3 ist während des Anflugs auf dem Lander montiert und wird erst nach der Landung von einem Roboterarm auf den Boden gesetzt. Mit einer Tiefe von bis zu 5 Metern wird HP3 dabei tiefer in die Oberfläche eindringen, als das bei allen wissenschaftlichen Weltraum-Missionen bisher der Fall war.

NASA Mission InSight


NASA Mission InSight

"Das ist tiefer als bisherige Instrumente auf jedem anderen Planeten, Mond oder Asteroid, die sich bisher immer nur durch die ersten Zentimeter von Stein oder Erde gegraben haben", so die Nasa. Dabei kommt ein Mechanismus aus Elektromotor, Feder und Hammer zum Einsatz, der eine temperaturempfindliche Sonde in den Boden treibt.

Die 500 Mio. $ Mission InSight 2,5 Mio. Menschen werden auf dem Mars verewigt
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