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Nintendo Switch: Update verhindert Exploit - Hacker reagieren schnell

Von Tobias Rduch am 25.11.2018 10:00 Uhr
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Das wohl ewige Katz-und-Maus-Spiel zwischen Nintendo und der Hacker-Community geht in eine neue Runde. Der japanische Konsolen-Hersteller hat ein Update für die Switch veröffentlicht, welches einen wichtigen Exploit verhindert. Die Hacker haben jedoch schon eine Lösung gefunden.

Vor wenigen Tagen hat Nintendo eine Aktualisierung mit der Versionsnummer 6.2.0 zur Verfügung gestellt. Für die meisten Nutzer dürfte dieses Update relativ uninteressant sein, da offiziell lediglich "Verbesserungen an der Systemstabilität" vorgenommen wurden. Die Homebrew-Community war von der Firmware aber zunächst nicht begeistert. Durch eine Umstellung der Schlüssel-Generierung wurde ein Hardware-Bug ausgeglichen, sodass Hacker nicht mehr auf ihre Programme zugreifen konnten. Ein Downgrade wurde ebenso verhindert.


Neue Version wurde bereits geknackt

Jetzt hat der Twitter-Nutzer @elmirorac verkündet, dass es ihm mit der Hilfe von dem bekannten Hacker @SciresM gelungen sei, die von Nintendo ausgelieferte Firmware erneut zu cracken. Laut NintendoSoup habe man zuvor angenommen, dass der Hacking-Prozess aufgrund der tiefgreifenden Anpassungen des japanischen Konzerns einige Wochen dauern könnte. Tatsächlich hat der Vorgang allerdings nur wenige Tage in Anspruch genommen.

Bevor Nintendo das aktuellste Firmware-Update ausgerollt hat, wurde davon ausgegangen, dass die Hardware-Sicherheitslücke im Nvidia Tegra Boot-ROM nur durch eine Hardware-Revision und nicht durch einen Patch behebbar ist. (Update: Das ist immer noch der Fall - durch die Aktualisierung wurde aber verhindert, dass eine Custom-Firmware gestartet werden kann.)

Es gilt als wahrscheinlich, dass Nintendo auch dieses Mal wieder auf die Fortschritte der Hacker-Community reagieren wird und schon bald einen weiteren Patch veröffentlicht. Der Konsolen-Hersteller ist natürlich daran interessiert, die Verbreitung von Raubkopien sowie Cheats in Multiplayer-Spielen einzudämmen. So könnte das für den 7. Dezember erwartete Super Smash Bros. Ultimate grundsätzlich eine aktuelle Software-Version voraussetzen.
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