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Und wieder gestoppt: Diese PC erhalten das Oktober Update (jetzt) nicht

Von Nadine Juliana Dressler am 17.11.2018 15:09 Uhr
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Microsoft hat in der vergangenen Woche das Update auf die Windows Version 1809, besser bekannt als Oktober Update, wieder freigegeben. Aber nicht alle Rechner bekommen das Update auch - der Konzern hat für einige PC das Update schon wieder gestoppt.

Ganz problemlos ist das Windows 10 Oktober Update noch immer nicht. Wie die Redmonder in einem aktualisierten Support-Dokument mitteilen, haben sie sich dazu entschlossen, für einige Rechner eine Update-Blockade einzurichten, damit es bei den Nutzern nicht zu unvorhergesehenen Fehlern und damit verbundenen Ausfällen kommt.

Die Neuerungen im Windows 10 Oktober 2018 Update

Welche Nutzer nun vom Update ausgeschlossen sind, haben wir uns einmal genauer angeschaut.

Betroffen sind:


AMD GPUs

Auf der Hardware-Seite werden zunächst alle PC mit AMD Radeon HD2000 und HD4000 Grafikprozessoren ausgeschlossen. Rechner mit einem dieser Grafikchips erhalten von Microsoft das Update nicht automatisch angeboten. Hintergrund ist, dass AMD die GPUs der Serien Radeon HD2000 und HD4000 nicht mehr unterstützt. Nach dem Aktualisieren auf Windows 10 Version 1809 kann es daher zu Problemen kommen. Laut Microsoft Support zeigt sich dann der Fehlercode "INVALID_POINTER_READ_c00000000005_atidxx64.dll". Nutzer können auch Performance-Probleme mit dem Sperrbildschirm oder dem ShellExperienceHost haben.

Das Unternehmen schreibt dazu als Abhilfemaßnahme: "Um ein nahtloses Update-Erlebnis zu gewährleisten, blockieren wir Geräte mit Grafikprozessoren der AMD Radeon HD2000 und HD4000 Serie für Windows 10 Version 1809. Man untersucht dieses Problem derzeit und will eine Lösung nachliefern.

Sicherheitslösungen von Trend Micro

Auch mit anderer Software gibt es Probleme. Dazu gehören PC mit Sicherheitslösungen von Trend Micro. Dabei besteht ein Kompatibilitäts­problem mit der OfficeScan- und Worry-Free Business Security-Software von Trend Micro und dem Oktober Update.

"Um ein nahtloses Update-Erlebnis zu gewährleisten, blockieren wir Geräte, auf denen die betroffenen Business-Endpoint-Sicherheits­produkte laufen, vom Angebot von Windows 10 Version 1809, bis ein bestimmter Trend Micro Critical Patch (CP) angewendet werden kann."

Trend Micro arbeitet an einem Update. Wenn die Aktualisierung zur Verfügung steht, werden auch diese betroffenen Rechner auf das Oktober Update gebracht werden können.

VPN-Clients von F5

Ein weiteres Problem betrifft F5 VPN-Clients die nach dem Update die Netzwerkverbindung verlieren, wenn sich der VPN-Dienst in einer Split-Tunnelkonfiguration befindet. Microsoft arbeitet an einer Lösung und wird in einer kommenden Version ein Update veröffentlichen. Es gibt ein Workaround, um dieses Problem zu umgehen. Systeme sollten manuell so konfiguriert werden, dass der gesamte Datenverkehr durch den VPN-Tunnel geleitet wird. Informationen dazu gibt es beim F5-Kundensupport.

Apple iCloud

Inkompatibilität gibt es zudem für Apples iCloud für Windows (Version 7.7.0.27). Benutzer hatten Probleme bei der Aktualisierung der Synchronisierung freigegebener Alben nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 gemeldet. Benutzer, die versuchen, iCloud für Windows (Version 7.7.0.27) unter Windows 10 Version 1809 zu installieren, erhalten eine Meldung, dass diese Version iCloud für Windows nicht unterstützt wird und die Installation fehlschlägt.

Für Nutzer, die das iCloud-Update bereits installiert haben, blockt Microsoft jetzt die Aktualisierung auf das Windows Oktober Update.

Microsoft arbeitet gemeinsam mit Apple an einer Lösung. Bis diese zur Verfügung steht empfiehlt der Support das Windows-Update nicht manuell oder mit dem Media Creation Tool durchzuführen. Nachtrag 28.11.: Apple hat ein Update für iCloud für Windows veröffentlicht. Microsoft meldet das Problem jetzt als behoben. Siehe auch: Neue iCloud Version behebt Probleme mit Windows 10 Oktober UpdateNachtrag Ende.

Nachtrag 22.11.: Microsoft hat nun für weitere Systeme eine Update-Blockade gesetzt. Wir haben dazu einen separaten Artikel veröffentlicht.

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