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Laufen statt Rollen: Nasa stellt Vierbeiner für Planetenforschung vor

Von John Woll am 14.11.2018 17:01 Uhr
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Bisher haben sich alle NASA-Sonden auf dem Mars fahrend fortbewegt. Jetzt hat die Raumfahrtbehörde eine Sonde mit vier Beinen vorgestellt, die bei der Erkundung von anderen Himmelskörpern zum Einsatz kommen könnte. Bei der Entwicklung des Prototyps kamen bionisches Design, 3D-Druck und andere moderne Methoden zum Einsatz.

Fahren spart Energie, mit Beinen macht das Gelände weniger Probleme

Reifen sind bisher die bewährte Methode, wenn es darum geht, Sonden auf der Oberfläche des Mars fortzubewegen - auf anderen Himmelskörpern haben Ingenieure beispielsweise auch schon Sprungantriebe zum Einsatz gebracht. Bei einer Messe des Software-Unternehmens Autodesk hat jetzt die NASA einen Ausblick darauf gegeben, dass man sich in Zukunft auch noch andere Fortbewegungs-Systeme vorstellen kann: Vierbeiner.

Nasa: Interplanetary Lander mit Beinen


Nasa: Interplanetary Lander mit Beinen

Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa hat mit Autodesk einen außergewöhnlichen Partner gewählt, um das neue Sonden-Konzept mit Laufantrieb zu entwickeln. Wie das Softwareunternehmen bei der Vorstellung ausführt, habe man auf Basis von künstlicher Intelligenz und Cloud Computing einen generativen Gestaltungsprozess entwickelt, der das Erreichen von Ergebnissen und damit die Entwicklung bei der Nasa erheblich beschleunigen kann, so Autodesk.

Im weiteren Prozess wurden dann neben konventionellen Verfahren wie Gießen auch hochmodere CNC-Fräse-Techniken und 3D-Druck eingesetzt, um das Modell zu erstellen. Das Ergebnis: ein 2,5 Meter breiter und 1 Meter hoher Lander, dessen Verstrebungen dank einer bionischen Struktur hohe Stabilität mit wenig Gewicht vereinen sollen - und auf jeden Fall Erinnerungen an SciFi-Drohnen wach werden lassen. Der Körper des Prototyps blieb bei der ersten öffentlichen Vorstellung aber leer.

Einsatz auf Saturn- und Jupiter-Monden

Die Nasa will mit dem Projekt erste Konzepte für die Herausforderungen entwickeln, die bei geplanten Missionen zu den Monden von Jupiter und Saturn auf mögliche Lander-Systeme warten. Die Fortbewegung mit Beinen erlaubt es dabei, mit unterschiedlichen Gegebenheiten des Untergrunds umgehen zu können, hier zeigen fahrende Systeme ihre Schwächen. Allerdings bringen auch Beine Nachteile mit: für die Fortbewegung wird wesentlich mehr Energie benötigt als beim Rollen.

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