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"Wir werden antworten": AMD sagt Nvidia-Raytracing den Kampf an

Von John Woll am 13.11.2018 14:17 Uhr
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Nvidia bewirbt seine neue Grafikkarten-Generation vor allem auch mit den Raytracing-Funktionen, die für eine noch bessere Darstellung sorgen sollen. Jetzt hat der Chefingenieur von AMDs Radeon-Gruppe mitgeteilt, dass sein Unternehmen definitiv auf die Technologie der Konkurrenz antworten werde. AMD erwartet allerdings, dass Raytracing noch lange nicht zum Mainstream gehören wird.

AMD will eine Antwort auf Nvidias RTX-Karten geben

Nvidia rüstet seine neuesten Grafikkarten mit Raytracing-Einheiten zur Berechnung der virtuellen Strahlen und Tensor-Kernen zur Glättung aus und hat mit Microsoft zusammen die DirectX-12-Erweiterung DXR (DirectX Raytracing) entwickelt. In den Genuss dieser neuen Technik kommen aber nur Käufer der frischen Turing-Grafikkarten Geforce RTX 2080 Ti, RTX 2080 und RTX 2070 - und auch Spiele müssen erst entsprechend angepasst werden. In einem Interview hat jetzt erstmals ein Manager von AMD zu der Entwicklung bei der Konkurrenz Stellung bezogen und zugesagt, dass sein Konzern bereits an eigenen Lösungen arbeitet.

Nvidia zeigt Echtzeit-Raytracing mit der neuen RTX-Technologie
Zwar kann AMD im Workstation-Segment mit der Radeon Pro Render schon jetzt ein Produkt mit Raytracing-Funktionalität anbieten, im Konsumenten-Bereich fehlend dem Konzern aber noch solche Geräte. Im Interview mit der japanischen Webseite 4gamer.net (via overclock3d) hat David Wang, Chefingenieur der Radeon Technologies Group, hier beim Next-Horizon-Event des Unternehmens jetzt seine persönliche Einschätzung mitgeteilt und klargestellt, dass man nicht untätig bleiben will: "AMD wird definitiv auf DXR antworten", so Wang.

Erstmal nur für Enthusiasten

Wang nutzt die Gelegenheit dann aber auch sofort, um die Erwartungen für einen schnellen Durchbruch der Technik zu dämpfen. Nach seiner Meinung werde sich Raytracing im Markt für normale Konsumenten erst durchsetzen, wenn dies auch bei weniger leistungsstarken Karten unterstützt werden kann. Das günstigste Nvidia-Modell mit Raytracing ist aktuell die RTX 2070, die rund 500 Euro kostet, der Massenmarkt der Grafikkarten liegt aber deutlich unter 300 Euro.

Diese Tatsachen verleiten Wang zu der Aussage, dass Raytracing ein Feature für Enthusiasten bleiben wird, bis sich der Preis der kompatiblen Geräte unter diese Marke bewegt hat. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob AMDs Vega-Nachfolger Navi explizite Hardware-Funktionen für Raytracing mitbringen wird und was das Unternehmen zu dieser Entwicklung beiträgt.
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