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Volkswagen soll Tesla-Konkurrenten für unter 20.000 Euro planen

Von Roland Quandt am 08.11.2018 22:07 Uhr
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Volkswagen (VW) will in naher Zukunft Pläne für den Bau eines neuen Elektro-PKWs vorstellen, der zu Preisen unterhalb der 20.000-Euro-Marke angeboten werden soll. Die Fertigung soll in drei umgebauten deutschen Werken stattfinden, wohl auch um auf diesem Weg den Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Quelle aus dem direkten Umfeld von Volkswagen berichtet, will das Unternehmen wahrscheinlich schon am 16. November eine entsprechende Ankündigung machen. Konkret soll der Bau eines Fahrzeugs mit der internen Bezeichnung "MEB Entry" geplant sein, wobei man rund 200.000 derartige Wagen pro Jahr bauen will.

Reuters zufolge will Volkswagen für den Bau des "MEB Entry" die Werke in Emden, Zwickau und Hannover umbauen, so dass dort künftig Elektrofahrzeuge vom Band laufen sollen. An den genannten Standorten werden bisher ausschließlich Autos mit Verbrennungsmotoren gebaut. Um das Nutzfahrzeugwerk in Hannover entsprechend umzubauen, will VW die dortige Transporter-Fertigung angeblich auslagern.

Statt Transportern sollen in Hannover künftig Elektroautos gebaut werden

Dazu laufen derzeit angeblich bereits frühe Verhandlungen mit dem US-Autokonzern Ford, bei denen es um die Verlagerung der Fertigung von VW-Nutzfahrzeugen in ein Ford-Werk in der Türkei geht. Im Gegenzug sollen in Hannover künftig vor allem die neuen Elektrokautos vom Band laufen.

Ford und Volkswagen bereiten laut früheren Berichten schon länger eine Allianz vor, bei der es auch um den Bau von Elektroautos geht. Einer der Gründe für die Pläne zum Bau der neuen, günstigen Elektrofahrzeuge der "MEB Entry"-Reihe sollen Bedenken wegen des Verlusts von Arbeitsplätzen in Deutschland sein.

So ist der Arbeitsaufwand nach Angaben der Nachrichtenagentur bei einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug deutlich geringer als bei einem Wagen mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Einer der Gründe dafür besteht darin, dass die Akkus der Fahrzeuge von Zulieferern kommen sollen. VW plant dazu eine enge Zusammenarbeit mit dem koreanischen Batteriefertiger SK Innovation.

Dem Bericht zufolge wird die Fertigung des bereits im September 2017 erstmals gezeigten "ID Aero" in einem Werk erfolgen, das bisher das Mittelklassemodell Passat baut. Der sogenannte "ID Buzz", im Grunde eine Art Nachfolger des VW Bus "Bully", wird angeblich ebenfalls im VW-Werk Hannover gebaut.
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