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Google greift nach massiven Protesten gegen sexuelle Belästigung durch

Von Roland Quandt am 08.11.2018 21:14 Uhr
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Google-Chef Sundar Pichai hat sich nach den internen Protesten tausender Mitarbeiter in den letzten Tagen in einem Brief an die Belegschaft gewandt und eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, mit denen man den Forderungen nach einem anderen Umgang mit Fällen von sexueller Belästigung oder gar Übergriffen nachkommen will.

In dem auf dem offiziellen Google-Blog auch in deutscher Sprache veröffentlichten Brief erklärte Pichai, dass man die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern sehr ernst nehme und alle nötigen Änderungen vornehmen will, um besser mit dem Problem umzugehen. Man wolle unter anderem für mehr Transparenz sorgen, was Bedenken und Beschwerden der Mitarbeiter angeht. Außerdem sollen die Betroffenen von dem Unternehmen "besser unterstützt" werden.

Pichai veröffentlichte einen ganzen Katalog von Maßnahmen, die in einem separat einsehbaren Aktionsplan verzeichnet sind. Folgende Änderungen nannte Pichai besonders wichtig und hob sie deshalb hervor (Zitat):


Abschließend lobte Pichai die Belegschaft für ihr aktives Engagement rund um diverse Themen und vor allem den Umgang mit sexueller Belästigung oder Übergriffen. So hatten zahlreiche Mitarbeiter vor kurzem ihre Arbeit aus Protest gegen den Umgang mit derartigen Fällen auf Seiten des Managements vorrübergehend niedergelegt.

Hintergrund sind Fälle, in denen Google nach Auffassung vieler Mitarbeiter nicht "sauber" mit problematischen Fällen umgegangen ist. So wurde ein ranghoher Manager der Forschungssparte Google X zwar entlassen, er hatte aber keine weiteren Konsequenzen zu fürchten. Zuvor wurde bekannt, dass der frühere Android-Chef Andy Rubin seinen Posten einst ebenfalls wegen eines Falls von sexueller Belästigung bzw. Übergriffigkeit räumte - und sogar noch zig Millionen Dollar als Abfindung kassiert hatte.
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